Sonntag, 27. August 2017

Buch vs. Film | Bridget Jones Baby von Helen Fielding

Ich bin ein bekennender Bridget Jones Fan. Ich habe den ersten und zweiten Roman als Teenie inhaliert und liebe es noch heute die Filme zu sehen. Klar, dass ich im letzten Herbst direkt ins Kino rannte, als es neues von der chaotischen Engländerin gab. Zeitgleich erschien auch noch der dritte Teil der Romanreihe auf deutsch und es wird daher Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Was war besser? Buch oder Film?


Bridget wird nicht jünger und so hadert der kinderlose beinahe Single mit ihrem Leben. Ein Baby, eine kleine Babybridget, ist das, was ihr im Leben noch fehlt. Nur blöd, dass Bridget mal wieder ein geeigneter Vater abhanden gekommen ist. Bis sich die Ereignisse überschlagen, Bridget tatsächlich schwanger wird und vor der Frage steht: Wer ist der Vater?

Das Erscheinen von "Bridget Jones Baby" ist ungewöhnlich, denn es liegt zeitlich zwischen "Am Rande des Wahnsinns" und "Verrückt nach ihm", welches zuletzt vor ein paar Jahren erschien.
Den letzten Teil der Reihe habe ich bisher noch nicht gelesen. Teil 2 wird um die 10 Jahre her sein, dennoch war es erstaunlich, wie schnell ich wieder bei den Charakteren war und mich der eigenwillige und humorvolle Schreibstil von Helen Fielding abholen konnte.

Bridgets Besessenheit schwanger zu werden wird natürlich sehr überspitzt dargestellt und man sollte ihr Verhalten nicht ganz ernst nehmen. Sie ist eben, die chaotische Romanfigur, die wir seit "Schokolade zum Frühstück" kennen. So hat mich auch diese Geschichte wieder sehr gut unterhalten.

Schade finde ich, dass das Buch knapp 250 Seiten umfasst und nicht sehr viel Tiefe der Handlung hergibt. Ich denke die Autorin musste zum Kinostart noch schnell den Roman vorlegen, sodass einfach nicht die Zeit blieb Bridgets Babywahnsinn mehr auszubauen.

Interessant zu wissen, ist, dass im Buch die ewigen Rivalen Marc und Daniel vereint sind, während im Film mit Patrick Dempsey ein neuer auf der Bildfläche auftauchte. Leider sagte Hugh Grant nicht für den 3. Spielfilm zu, dennoch hat er zu Beginn und Ende des Films indirekt einen ziemlich komischen Gastauftritt.

Auffällig war auch Bridgets (Renee Zellwegers) schlanke Figur. Die Schauspielerin wollte ihrem Körper die Gewichtszunahme nicht mehr antun und so wurde Bridget im Drehbuch einfach schlank geschrieben. Das ist aber auch schon das einzige, was die Britin in ihrem Leben hinbekam. Der Job bei einem Newssender nervt gewaltig und Marc ist auch weg.

Also viel hat sich in Bridgets Welt nicht verändert, mal von ihren Freunden abgesehen, die alle verheiratet und Eltern sind.

Der Film ist von der ersten Minute an wahnsinnig unterhaltsam, aber das kennen und lieben wir ja auch an der Reihe. Besonders klasse fand ich die Festivalszenen mit Ed Sheran, der sich selbst spielte und einiges zum modernen und mitreißenden Soundtrack des Films beitrug. Auf dem Festival lernt Bridget auch Amerikaner Jack kennen, der eine Datingapp kreierte. Es funkt direkt zwischen ihnen und eines führt zum anderen.
Zeitnah gibt es auch ein Wiedersehen mit Marc Darcy. Colin Firth ist gealtert, doch seine Paraderolle beherrscht er dennoch perfekt. Es hat einfach Spaß gemacht die Darsteller wieder agieren zu sehen. Gepaart wird dies mit witzigen Szenen rund um Schwangerschaft und die Vaterschaftsfrage. Wer die ersten beiden Teile liebte, wird auch mit "Bridget Jones Baby" super happy werden.

Tatsächlich gefiel mir der Film besser als das Buch, auch wenn beide nicht wirklich miteinander zu vergleichen sind, da einer der Protagonisten ausgetauscht wurde. Dennoch ist Bridget Jones immer für eine bombastische Unterhaltung gut!



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