Dienstag, 27. Juni 2017

3 von 5 für Ewig - Wenn Liebe erwacht von Rhiannon Thomas

Als ich zum ersten Mal das Cover dieser Märchenadaption sah, war ich sofort hin und weg. Der Klappentext versprach unglaublich gute Unterhaltung, doch als ich die ersten Rezensionen zum Buch sah, war ich etwas ernüchtert. Auf Tauschtiket konnte ich das Buch schließlich ergattern und machte mir direkt selbst ein Bild von Dornröschen nach ihrem Happy End.


Aurora schlägt nach einem 100-jährigen Schlaf die Augen auf. Prinz Roderic gab ihr den Kuss der wahren Liebe. Doch als Aurora so gar keine Gefühle für ihn entwickelt, aber trotzdem heiraten muss, gerät sie in Panik. So stellt sie sich ihr Leben nicht vor und auch die Vorkommnisse in ihrem Königreich entsetzen sie. Kann eine Prinzessin ihr eigenes Schicksal und das eines Reiches drehen?

Ich muss sagen, der Einstieg in die Geschichte war grandios. Roderic küsst Aurora nach 100 Jahren wach und es ist wie der Morgen danach für die beiden. Unbeholfene Gespräche und komischen Gefühle stellen sich ein. So haben beide sich den Kuss wahrer Liebe nicht vorgestellt.
Was ich mich bis zum Schluss fragte, warum ist Aurora überhaupt erwacht, wenn es doch sofort offensichtlich ist, dass es zwischen ihnen keine Liebe ist. Das ergibt für mich keinen Sinn, aber wäre Aurora nicht erwacht, gebe es diese Dilogie nicht...

Mir gefiel wie die Idee von Dornröschen weitergesponnen wurde und wie Aurora sich nach 100 Jahren aklimatisieren muss. An diesem Punkt enden allerdings schon die Positiven Aspekte des Buches.

Ich erwischte mich sehr oft dabei, wie ich während des Lesens abschaltete. Rhiannon Thomas Schreibstil konnte mich nicht gefangen nehmen. Sie schaffte es in ihrem Debüt auch nicht authentische Charaktere zu erschaffen. Für mich blieben die Figuren gesichtslos und blass.

Ich habe nicht verstanden, warum die Autorin drei verschiedene junge Männer einführt, die für Aurora von Interesse sein könnten. Dabei kommen alle drei Jungs total zu kurz und ich hatte keine Ahnung welche Rolle die Autorin ihnen zuschreiben wird, falls alle 3 im nächsten Teil überhaupt noch eine Rolle spielen werden.

Mir fehlten die Schocker in der Handlung. Gegen Ende passieren noch ein paar Überraschungen, doch diese konnten mich nicht für das Buch begeistern. Es packte mich einfach nicht! Dabei war die Idee so großartig, doch es hapert einfach an der Umsetzung.

"Ewig - Wenn Liebe erwacht" kommt mit einer märchenhaften Idee daher, doch was Autorin Rhiannon Thomas daraus machte, war wenig fesselnd. Schade, ich wünschte, ich hätte dem wunderschönen Buch mehr abgewinnen können.

3/5

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Sonntag, 25. Juni 2017

Maaauuu! | Darcy - Der Glückskater und der Geist von Renfield Hall von Gesine Schulz

Ich habe ein riesiges Herz für Katzen. Jedes Mal wenn ich eine sehe, muss ich mir ein ernsthaftes Quietschen verkneifen. Verwunderlich, dass ich Bücher mit Katzen eigentlich nicht lese. Auf vorablesen.de bin ich allerdings auf dieses Ebook aufmerksam geworden und wusste, dass ich es unbedingt lesen musste.


Glückskater Darcy liebte seine Familie bis er im Campingurlaub abhanden kam. Seitdem streift er durch England, um zu seinen Besitzern zurückzukehren. Eines Tages passiert er das heruntergekommene Anwesen Renfield Hall und spürt, dass dessen Eigentümerin Freda seine Gesellschaft gut gebrauchen könnte.

Mir ist vor 2 Monaten ein Kater zugelaufen, daher wusste ich, dass ich mich bestens mit der Geschichte würde identifizieren können. So war der Einstieg in das knapp 240 Seiten starke Ebook  sehr angenehm zu verfolgen.

Gesine Schulz an einen sehr gesetzten und besonderen Schreibstil. Teils waren einige Begriffe etwas eingestaubt, was ich mochte, da es perfekt zur englischen Landlady Freda passte. Allerdings konnte sie mir auch perfekt das Setting vermitteln. Es machte einfach Spaß die Geschichte zu lesen.

Interessant war die Familienkonstellation rund um Freda. Sie ist nicht mal 40, aber verwitwet. Sie hat jung einen älteren Mann geheiratet, sodass ihre Stiefkinder fast so alt sind wie sie. Auf Renfield Hall fühlt sie sich allein und kann auch die anstehenden Reparaturkosten kaum stämmen. Daher denkt sie über einen Verkauf nach, als ihr Darcy begegnet.

Kurze Kapitel sind aus der Sicht des Katers geschrieben. Er wurde nicht zu stark vermenschlicht, allerdings sind mir auch kaum Wesenzüge aufgefallen, die ich von meinen Katzen kenne. Trotzdem fand ich seinen Part der Geschichte einfach nur goldig. (Funfact: ich habe mal gelesen, dass Glückskatzen (dreifarbige) immer nur weiblich sind, was auf Darcy nicht zutrifft.)

Was es mit dem Geist von Renfield Hall auf sich hat, kommt erst in der zweiten Hälfte des Buches zum Tragen. Die damit eingeführte Person ist ambivalent. Ich konnte ihr Verhalten nicht nachvollziehen. Sie machte die Geschichte aber einen Ticken interessanter. Ich finde allerdings, dass ihre Geschichte zum Ende hin nicht auserzählt wurde. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

Das Ebook ist übrigens der vierte Teil einer Reihe, den man getrost einzeln lesen kann. Ich fand sehr schnell in die Geschichte und hatte keine Probleme mich in ihr zurecht zu finden. Allerdings möchte ich nun wissen, ob und wann Darcy zurück nach Hause findet.

Der vierte Teil der Darcy Reihe ist eine sehr angenehm und kurzweilige Lektüre. Mir gefiel Freda ausgesprochen gut. Die Geschichte war einfach nett und unterhaltsam. Perfekt, nach einer zähen Lektüre.

5/5

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Freitag, 23. Juni 2017

Versetzungsgefährdet | Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald

Als ich durch die Neuerscheinungen bei Random House stöberte, bin ich auf dieses wunderschöne Hardcover aufmerksam geworden. Der Klappentext sprach mich auch direkt an und so war ich schon ganz Feuer und Flamme für die mysteriöse Geschichte. Während des Lesens wurde aus der lodernden Flamme ziemlich schnell ein kleines Teelicht...
Cassandra erhält eines Tages einen mysteriösen Brief mit dem Foto ihrer verstorbenen Mutter, welches in Oxford aufgenommen wurde. Dabei wusste die 24-Jährige nicht mal, dass ihre Mutter studierte oder in Oxford war. Cassie schmiedet einen Plan und begiebt sich nach England. Warum brach ihre Mutter das Studium ab, wer ist ihr Vater und was ist die Schule der Nacht?

Ich versprach mir vom Debütroman der Autorin Atmosphäre, Geheimnisse, Spannung und ein tolles College-Setting. Was ich auf den ersten 200 Seiten bekam, war Ereignislosigkeit, trister Unialltag (wenn ich den gewollt hätte würde ich noch studieren) und eine Protagonistin, die schwer zu erreichen war.

Es fiel mir schwer mich auf die Geschichte einzulassen, da die Autorin sich wirklich auf Cassies langweiligen Unialltag beschränkte, dabei erinnerten mich die Erzählungen stark an meine Studienzeit, was ich nicht gerade gebraucht hätte.

Die Geschichte mit ihrer Mutter und was vor 25 Jahren geschah, kam viel zu kurz. Erst zur Mitte des Buches beginnen schockierende Ereignisse. Ich hatte nicht erwartet, dass uns in diesem Buch Paranormales erwarten würde. Das störte mich zwar nicht, doch war das Finale des Buches zu abgehoben und unglaubwürdig. Auch Cassies Rolle dabei war absurd und übertrieben.
Das konnte die Autorin einfach nicht gut genug umsetzen. Ich habe ihr die Charakterentwicklung in diesem Punkt nicht abgenommen. An anderen Stellen ist die Geschichte total vorhersehbar. Mir war von Anfang an klar, wie die Rollenverteilung im Geheimbund, der Schule der Nacht, sein würde. Auch das Geheimnis um Cassies Vater konnte kein anderes sein.

Ich hatte mich sehr auf "Die Schule der Nacht" von Ann A. McDonald gefreut. Doch leider entwickelte es sich zu einem Buch, bei dem ich froh bin, es endlich aus der Hand legen zu können. Die Idee ist toll und auch das Cover wunderschön. Gerade in der zweiten Hälfte beginnt die Geschichte an Fahrt aufzunehmen, doch dies reicht einfach nicht, um darüber hinwegzusehen, dass der Roman einfach nicht gut genug umgesetzt wurde.

3/5

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Dank an Penhaligon für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 21. Juni 2017

Abgebrochen | Texas Heat von Gerry Bartlett

Eigentlich ist es nicht meine Art ein Buch abzubrechen. Doch nach "The Rough" ist "Texas Heat" schon das zweite Buch im kurzem Abstand, welches mir einfach keine Freude beim Lesen bereitet. Genau das möchte ich aber beim Lesen empfinden, ich will Spaß haben und nicht meine Zeit mit Büchern verwenden, die mir diesen vergraulen.
Warum dies schon nach eine Drittel meines Gewinns bei vorablesen.de der Fall war, möchte ich nun erklären.
Amazoncover

Cassidy wird eines morgens zu einem Anwaltstermin eingeladen. Die junge Bankerin hat keine Ahnung, worum es geht, als sie plötzlich dem unbekannten Teil ihrer Familie gegenüber sitzt, um das Testament ihres fremden Vaters verlesen zu bekommen. Dieser war steinreich und führte ein Ölimperium. Cassidy soll Millionen erben, einziger Haken: dafür muss sie ein Jahr in der Firma arbeiten, mit dem heißen Millionärscowboy Mason an ihrer Seite.

Ich mag das Cover. Es ist zwar total kitschig und ein bisschen zum Fremdschämen, aber es drückt das texanische Feeling perfekt aus. Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend, deswegen wollte ich den Roman auch unbedingt lesen und zu Beginn las sich das Buch noch gut an.

Cassidy macht einen recht sympathischen und bodenständigen Eindruck.  Sie kann nicht mit Geld um sich schmeißen und so prallen bei der Testamentsverlesung Welten aufeinander. Ihr unbekannter Vater hatte mehrere Frauen und einige Kinder von ihnen. Dabei verdient keiner der Figuren einen Sympathiebonus. Die Autorin hat hier mit einmal so viele Charaktere eingeführt, ohne diese wirklich abgrenzen zu könnne. Alle waren gleich überdreht, verwöhnt und unausstehlich. Es fiel mir schwer diese auseinander zu halten. Auch Cass Mutter war einfach nur nervig.

Doch auch Mason und Cass konnten mich nicht bei der Stange halten. Ich konnte ihre Verbindung nicht fühlen oder nachvollziehen. Mich stört es total, wenn alles viel zu schnell geht. Mason fährt Cass nach dem Anwaltstermin heim, küsst sie auf der Fahrt mehrmals. Nebenbei erfahren wir, dass Cassidy eigentlich einen Freund hat, mit dem sie noch schnell Schluss macht, da demnächst ein großes Erbe ins Haus steht und Mason ziemlich heiß ist. An welchem Punkt hätte ich da zu den Figuren eine Beziehung aufbauen sollen, die mich weiter durch die Seiten fliegen lässt?

Für solche Geschichten ist mir meine Lesezeit einfach zu schade und es warten so viele bessere Bücher darauf von mir gelesen zu werden. Wer packende Unterhaltung, einen mitreißenden Schreibstil und eine authentische Liebesgeschichte sucht, schaut besser weiter!

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Sonntag, 18. Juni 2017

Teil 3 | Alles oder nichts von Simona Ahrnstedt

Vor gerade mal einer Woche hatte ich den zweiten Teil der Only One Night Reihe von Simona Ahrnstedt beendet. Da sie mich mit ihren Charakteren so begeistern konnte, wollte ich direkt mit dem Finale der Reihe weitermachen, was bei 700 Seiten ein mächtiges Unterfangen ist.


Für Tom war das Jahr so richtig beschissen. Erst betrügt ihn seine langjährige Freundin und verlässt ihn, als wäre das nicht übel genug, geht auch noch einer seiner Auslandseinsätze schief  und er bangt im afrikanischen Tschad um sein Leben. Wieder daheim plagen ihn posttraumatische Belastungsstörungen und eine Journalistin, die etwas zu neugierig erscheint.

Ersteinmal muss ich die wundervollen Cover der Reihe würdigen, auch dieses ist wieder perfekt gelungen, auch wenn die Protagonistin nicht in den Kreisen der schwedischen High Society verkehrt. Doch bei den Buchtitel hat LYX noch Nachholebedarf. Schon bei Band 2 und auch hier gleicht der Titel einer abgedroschenen Phrase, die dem Buch einfach nicht gerecht werden kann.

Ich war total gespannt darauf zu erfahren, wie sich Sicherheitsexperte Tom aus der Gefangenschaft befreien konnte. Ich war überrascht, dass wir ihn auf den ersten Buchseiten wohlbehalten im Norden Schwedens antreffen, was im vorherigen Band geschah wird nicht so stark thematisiert, wie ich es erwartet hatte. Der Fokus lag vermehrt auf Ambra und ihrem journalistischen Alltag. Sie hat mit ihrer Kindheit zu kämpfen, denn Ambra wurde von einer Pflegefamilie in die nächste gesteckt und sammelte ziemlich schlechte Erfahrungen. So ist sie im Norden Schwedens an einer brisanten Story dran.

Ich war von Anfang an perfekt drin in der Geschichte. Mir gefiel es richtig gut, dass die Autorin ihren Protagonisten so viel Zeit und Raum ließ um sich kennenzulernen. Einigen mag es zu langatmig erscheinen, doch für mich brachte sie es einfach authentisch rüber. Ambra und Tom konnten mich an diesem Punkt mit ihrer unbeholfenen Art bestens unterhalten. Dabei passierte im ersten Teil der Geschichte recht wenig, doch eigenartigerweise, störte es mich nicht.
Zwischen beiden knistert es, auch wenn sie mit einigen Hindernissen und Unsicherheiten zu kämpfen haben. Zwischen Ambra und Tom hat es einfach gepasst, auch wenn der Verlauf des Buches für sie eine einzige Berg- und Talfahrt war.

Wie wir es aus den anderen beiden Teilen der Reihe schon kennen, gibt es ein weiteres Liebespärchen. Es sind Matthias, Toms ehemaliger Kollege, und Jill, Ambras Schwester. Ich muss sagen, dass die anderen Nebengeschichten mich mehr begeistern konnten. Mir waren zwar beide sympathisch, aber sie bekamen im Buch zu wenig Raum, um eine nachvollziehbare Liebesbeziehung einzugehen.

Toll fand ich wiederrum die schwierige, aber unterhaltsame Verbindung von Tom und Matthias. Wie sie gemeinsam auf Rachefeldzug gingen oder sich in "Mädchenfragen" berieten, war ziemlich komisch.

Die Protagonisten aus den ersten Teilen erhalten wieder kleinere Auftritte, was mir gut gefiel. Mein größter Kritikpunkt an der Geschichte ist, dass sie im Laufe ihrer 700 Seiten abbaute. Die erste Hälfte war grandios, danach flaute die Handlung ab und das Ende wurde eher lieblos und schnell erzählt.

 Mit "Alles oder nichts" ist Simona Ahrnstedt ein unterhaltsamer Abschluss ihrer Reihe gelungen. Tom und Ambra sind authentische und sympathische Figuren, die mit ihrem Schicksal hardern und mir dabei einige gute Lesestunden bescherten.

4/5

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Mittwoch, 14. Juni 2017

Angeregt | Selbst gemacht - Nützliches und Kreatives für meinen Hund von M.& J. Schöps

Ich bin seit langem mal wieder bei fündig geworden und hatte das Glück vom Kynos Verlag für dessen Publikation ausgewählt zu werden. So zog im Mai dieses Buch voller DIY-Tipps für Theo bei mir ein.
 Das Ehepaar Martina und Jürgen Schöps haben zusammen mit ihrem Dr. Watson einige Rezepte und Bastellanleitungen zusammengetragen, die das Leben des Hundes spannender und vielfältiger gestalten können.

So findet man auf den knapp 150 Seiten, Nähanleitungen, Rezepte für gesunde Leckerlis und Snacks, Bastelltipps für Weihnachten, aber auch Tipps, wie man Intelligenzspielzeug einfach selber machen kann. Besonders anschaulich fand ich die Anleitungen zum Bauen des eigenen Agility Parkours.

Mir gefällt wie vielfältig das Buch aufgemacht ist. Ich kann mit ihm lernen, wie ich Bälle aus Theos oder Mollys Haar filze, kann ihnen ein Halsband flechten und mit relativ alltäglichen Dingen die Zeit vertreiben.

Die Anleitungen sind sinnvoll gegliedert und einfach erklärt. Dank der Bildanleitungen weiß ich genau, welche Materialien ich wann benötige.

Für all diejenigen, die nähen können, ist auch noch ein Schnittbogen enthalten mit dem die vereschiedensten Hundespielzeuge bzw. Plüschtiere selbst gemacht werden können.

Eine Sache trübt den positiven Eindruck vom Buch und das ist für mich die Qualität der Fotos. Den meisten sieht man leider an, dass sie nicht professionell fotografiert worden sind. Leider ist auch bei deren Nachbearbeitung nicht viel passiert. Das finde ich schade, wenn man sich die Mühe macht und viel Aufwand mit solch einem Buchprojekt betreibt, dann sollte am besten alles stimmen und einfach toll aussehen.

Ansonsten kann "Selbst gemacht" vielen HundefreundInnen Freude bereiten. Ich finde es ist außerdem eine tolle Geschenkidee und macht Lust neues mit seinem Vierbeiner auszuprobieren.
4/5



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Dienstag, 13. Juni 2017

Der einschüchternde SuB-TAG

Puh, schon der zweite TAG in diesem Monat. Die grandiose Pingrid ;) hat mich in ihrem Video getaggt (hier kannst Du es dir ansehen) und mich damit einigem Kopfzerbrechen ausgesetzt. Ich habe zwar einige ungelesene Bücher im Regal stehen, doch teilweise fiel es mir gar nicht so leicht, für jede Frage ein passendes Exemplar herauszufiltern.

1. Welches Buch konntest du einfach nicht beenden?

Die erste Frage ist schon ein ziemlich heftiger Einstieg. Ich breche Bücher so selten ab, meist lese ich sie quer, um wenigstens oberflächlich das Ende zu erfahren. Diese Bücher sortiere ich dann allerdings aus, sodass sie eigentlich nicht mehr zum Stapel ungelesener Bücher (SuB) gehören.
Ziemlich aktuell habe ich allerdings gestern entschieden, dass ich auf dieses Ebook gerade überhaupt keine Lust mehr habe.


Mir fiel sofort das tolle Cover des Auftaktbandes auf. Irgendwie hatte es etwas von sexy Piraten, obwohl der Protagonist eigentlich ein Rockstar ist. Dieser trifft auf eine reiche Erbin in Hollywood, die einen geheimen Sexclub betreibt. Ja manchmal müssen es auch solche Bücher sein, die auf meinem Kindle landen. Was mich allerdings schon nach dem ersten Drittel tierisch nervte, waren die oberflächlichen Figuren, die Stimmungsschwankungen der Protagonistin und dass beide schon 2h nach ihrem ersten Aufeinandertreffen mehrere Orgasmen produzierten... Da hilft es mir auch nicht weiter, dass die Autorin schon mehrere Preise abgeräumt haben soll!

Samstag, 10. Juni 2017

Teil 2 | Ein einziges Geheimnis von Simona Ahrnstedt

Der zweite Teil der Only One Night - Trilogie von Simona Ahrnstedt lag über ein Jahr auf meinem SuB. Dass ich den ersten Teil, "Die Erbin", las, ist sogar schon eineinhalb Jahre her. Es war also Zeit zu diesem 670 Seiten Schinken zu greifen, besonders da dessen Nachfolger schon auf meiner Kindle-Leseliste wartet.


Isobel ist eine engagierte Ärztin, die sich für eine Organisation in die gefährlichsten Länder Afrikas begibt, um den Mensch vorort medizinisch zu helfen. Ein Privat- oder Liebesleben kennt sie nicht. Den letzten Mann, den sie gebrauchen kann, ist der exzessive Playboy Alexander de la Grip. Blöderweise ist sie auf sein Geld angewiesen, um ihre Organisation am Leben zu erhalten. Je näher sie ihn kennenlernt, desto deutlicher wird, dass sich hinter Alexanders Fassade einziemlich anständiger Kerl verbirgt.

Wie schon bei "Die Erbin" strotzen die Klappentexte voller Klischees und versprechen eine Geschichte, die ich nicht mehr lesen möchte. Die Welt brauch einfach keinen weiteren Millionärsroman. Doch wie auch schon im ersten Band musste ich mich hier eines besseren belehren lassen. Simona Ahrnstedt schafft es nämlich in oberflächlich anmutenden Geschichten viel Tiefe hineinzubringen, was mich dann doch gut unterhält.

Zugegebenermaßen war ich nicht sehr motiviert zu diesem 670 Seiten Monstrum zu greifen. Ich finde weniger ist mehr und so hätte "ein einziges Geheimnis" auch locker 100 Seiten weniger haben können. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer. Es dreht sich sehr viel um das trockene Thema der Arbeit von Hilfsorganisationen und welchen Schwierigkeiten diese ausgesetzt sind. Die Autorin hat dies viel zu langatmig verpackt und auch das anfänglich Aufeinandertreffen von Alexander und Isobel litt darunter.
Als mich die Geschichte dann endlich packte, war ich wieder voll drin in der Welt der schwedischen High Society. Wir sehen auch alte Bekannte aus "Die Erbin" wieder, was ich sehr gelungen fand.

Besonders gefiel mir dabei der Handlungsstrang um Peter und Gina. Alexanders Bruder, der im ersten Band der große Verlierer war, mausert sich und wurde mir sehr sympathisch. Die Liebesgeschichte zur somalischen Putzkraft und Studentin Gina hat mich tatsächlich mehr mitgerissen als unser Hauptpärchen.

Alexander und Isobel wollen nicht so recht zusammenfinden, da die Ärztin ihm aufgrund seines Lebensstils nur wenig Vertrauen schenken kann. Außerdem kommen sexuelle Aspekte hinzu, die ich vorm Lesen nicht erwartet hätte, der Geschichte aber eine neue Wendung verpassen. Schließlich macht es doch Klick, allerdings steht noch eine Katastrophe an.

Ich war mir unsicher, ob ich das "unbequeme" Ärzte in Afrika - Thema wirklich in einem Liebesroman gut finden würde. Es ist schwierig und bedrückend, halt nichts, was ich vorzugsweise lesen möchte, um meinem Alltag zu entfliehen. Die Autorin konnte diesen Teil der Geschichte sehr spannend verpacken, sodass ich doch an die Seiten gefesselt wurde und mitfieberte. Außerdem hat sie es gut geschafft einen Eindruck der Lage dort zu vermitteln. Es ist und bleibt ein schwieriges Thema, aber eines, dass den Roman bereicherte.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mich "ein einziges Geheimnis" doch noch mitreißen können. Die Autorin schafft es einfach tiefschürfende Charaktere zu entwickeln und eine vielschichtige Handlung zu verfassen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte mit Tom weitergehen wird.
 5/5

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Mittwoch, 7. Juni 2017

Der Harry Potter Spells TAG

Auf Jennys Blog habe ich einen TAG entdeckt, der mein kleines Fangirl-Herz höher schlagen ließ und mich direkt inspirierte mir ebenfalls Antworten auf die zauberspruchbasierten Fragen zu überlegen.
Stellt euch die Harry Potter Titelmelodie vor oder an, denn jetzt geht es los!


Sonntag, 4. Juni 2017

Buchtipp | Pearl - Liebe macht sterblich von Julie Heiland

Manchmal muss es einfach kitschig schön sein! Durch das Cover aufmerksam geworden und vom Klappentext schließlich komplett überzeugt, durfte "Pearl" zum Erscheinungstag bei mir einziehen. Bekommen habe ich eine Geschichte, der anderen Art...

Pearl weilt schon 200 Jahre auf der Erde. Sie starb nie, weil sie niemals die wahre Liebe fand. Davon angetrieben, diese endlich zu entdecken, lebt sie als "Suchende" in Venedig. Als sie eines Tages einen jungen Mann kennenlernt, glaubt sie endlich die Liebe gefunden zu haben. Doch der Auserwählter könnte ihr das Leben kosten.

Ich hatte bisher noch nichts von der deutschen Autorin gelesen und war gespannt, wie ich in ihr Jugendbuch hineinfinden würde. Julie Heilands Stil ist flüßig und angenehm zu verfolgen. Mir gefiel, dass sie uns in ihrer Geschichte nach Venedig entführte. Ich war selbst noch nicht dort, aber das Setting mit den alten Palazzos, Brücken und Wasserstraßen konnte sie mir gut vermitteln.

Herausragend fand ich die Idee um die Suchenden. Nach dem Klappentext wusste ich nicht, was genau mich erwarten würde, umso überraschter war ich, dass es neben Pearl auch noch andere gibt, die ihr Schicksal teilen. Sie werden erst erlöst, wenn sie ihre wahre Liebe finden. Wie schließlich noch die Jäger in dieses Bild passen, war innovativ und unterhaltsam. Endlich einmal frische Ideen in diesem Genre!

Mir gefiel die Protagonistin Pearl sehr. Sie hat eine harte Vergangenheit zu der wir einiges erfahren. In der Gegenwart zweifelt sie, ob sie die wahre Liebe noch finden kann, gleichzeitig ist sie ihres Lebens müde und möchte von all den Enttäuschungen erlöst werden.

Bezüglich ihres Loveinterest war ich erst sehr verwirrt. Zu Beginn wird die Geschichte vermehrt aus der Sicht eines Jägers erzählt und wir erfahren mehr über sein Schicksal. So war ich im ersten Drittel total überzeugt, dass er und Pearl zueinander finden würden. Mit der Alternative musste ich mich erst anfreunden, aber im Laufe des Buches sind sie wunderbar zusammengewachsen und ihre Liebe macht so viel Sinn.
Die ganzen Verstrickungen werden nach und nach meisterlich aufgelöst und der Showdown des Buches wird noch einmal richtig spannend.

"Pearl - Liebe macht sterblich" ist eine romantische und frische Geschichte, die mit neuen Ideen und viel Spannung punkten kann. Besonders gefiel mir das Setting und das Suchenden-Jäger-Konzept. Julie Heiland sollte ich auf dem Schirm behalten.

5/5

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