Mittwoch, 31. August 2016

3 von 5 für "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce

Vor ein paar Wochen hatte ich zwei große Arvelle-Bestellungen getätigt. Unter anderem war da folgendes, niedliches, wunderbar gebundenes Buch zum Schnäppchenpreis von 1,99Euro dabei. Allerdings habe ich es nicht nur gekauft, weil der Preis unschlagbar war, sondern auch, weil mich dessen Inhalt ansprach.
Viola war mit dem beliebtesten Jungen der Highschool liiert bis dieser sich als schwul outete. Dies hat seiner Popularität keinen Abbruch getan, doch dafür fühlt sich Viola seitdem wie eine leere, unsichtbare Hülle. Sie wünscht sich dazuzugehören. Nach diesem Gedanken erscheint ihr immer wieder ein seltsamer Junge in der Schule. Als er sich als ihr persönlicher Dschinn vorstellt, kann Viola es schwer glauben und brauch einige Zeit um sich für einen Wunsch zu entscheiden, doch Dschinn läuft die Zeit davon.

Ich hate noch kein romantisches Jugendbuch zur Dschinn-Thematik gelesen und kenne eigentlich auch keines, daher war ich sehr auf "Drei Wünsche hast du frei" gespannt. Außerdem fand ich den Aufhänger mit Violas schwulem Ex-Freund sehr innovativ und fragte mich, wie die Autorin dies umsetzen würde.
Tatsächlich waren Viola und Lawrence von Anfang an beste Freunde, als sie sich entschlossen, es miteinander zu versuchen, nach seinem Outing sind sie beste Freunde geblieben.
Violas Abkapseln und Einsamkeit sind von ihr selbst produziert, ihr resultierendes Selbstmitleid fand nicht gerade sympathisch. Mir kam es so vor, dass sich Viola allein über andere definierte, was sie sehr schwach erscheinen ließ.

Sie und unser Protagonist Dschinn konnten mich nicht überzeugen, sie waren zu blass geblieben, ihre Liebe nicht nachvollziehbar. Ich habe während des Lesens einfach nicht miterleben können, wie die beiden sich ineinander verlieben. Sie waren es auf einmal. Das fand ich schade, da sich darum einfach die Handlung dreht.
Schließlich muss Dschinn sie nach den drei Wünschen wieder verlassen, was aber beide gar nicht wirklich wollen.

Zu den drei Wünschen kann ich nur sagen: Man hätte nicht mehr Potenzial verschenken können!

Gut gefallen hat mir dafür die Aufmachung des Büchleins, das war mal etwas anderes, wenn man denn die gebundene Ausgabe und nicht das Taschenbuch hat.
Lawrence war für mich der einzig sympathisch Charakter. Ihm hätte ich ein eigenes Happyend gewünscht.
Ich habe mich zum Glück nur etwas länger als einen Tag an den 280Seiten aufgehalten, zum Glück hat mir das verschenkte Potenzial nicht mehr Lesezeit geraubt...

Montag, 29. August 2016

Hörbuchrezension "Plötzlich Prinzessin" von Meg Cabot, gelesen von Pirrko Cremer

Ein Teil meiner Ausbeute aus dem Bücheroutlet auf Rügen war das Hörbuch zum ersten Teil einer meiner absoluten Lieblingsreihen. Für gerade mal 1,49Euro konnte ich nicht widerstehen und nahm das Hörbuch zu Prinzessin Mia und ihr turbulentes Teenagerleben mit.
Eigentlich finde ich nie die Ruhe und Zeit, mich auf ein Hörbuch zu konzentrieren und brauche dafür immer stupide Aufgaben. Also putzte ich und lauschte.
Mia Thermopolis ist ein stinknormaler New Yorker Teenager, dachte sie zumindest. Eines Tages unterbreitet ihr ihr Vater, der in dem kleinen europäischen Land Genovien wohnt, dass er dessen Fürst ist und keine Kinder mehr bekommen kann, was Mia automatisch zur Prinzessin von Genovien werden lässt. Zu den alltäglichen Teenie-Problemen wie Flachbrüstigkeit, Beliebtheit und Schwärmerein kommt nun auch noch der Prinzessinnenalltag mit ihrer royal-nervigen Grandmère hinzu. Doch das ist nichts im Vergleich zum Chaos, das für Mia ausbricht, wenn alle von ihrer wahren Identität erfahren.

Ich liebe diese Reihe seit ich vor 15 Jahren den ersten Teil im Buchladen entdeckte. Der Schreibstil und Humor von Meg Cabot hat mich absolut mitgerissen und die Geschichte von Prinzessin Mia begleitete mich meine Jugend hindurch.

Gerne wollte ich meinen persönlichen Hype mit dem Hörbuch eine kleine Auffrischung geben.
Gelesen wird das Hörbuch von Pirkko Cremer (einer Frau, was dem Namen nach nicht unbedingt eindeutig war). Sie ist Theaterschauspielerin und Sprecherin. Mir war ihre Stimme bisher noch nicht zu Ohren gekommen.
Ich finde ihre Besetzung nicht ganz geglückt. Ihre Stimme ist zwar frisch und jugendlich, doch schafft sie es nicht zwischen den einzelnen Figuren gut genug zu variieren. Besonders negativ fiel mir dabei der 17-jährige Michael auf, der wie ein 10-jähriger frecher Bengel klang. Keine guten Voraussetzungen für Mias Zukünftigen...
Mich störten auch die Ausspracheschnitzer. Wie Genovien ausgesprochen wird, ist seit dem Film bestens bekannt, nämlich mit stimmhaften G und nicht wie "Jschenovien". Mehrmals wird aus Lady Di, Lady Dee oder die deutsche Aussprache Diana. Das stört einfach beim Zuhören, sodass man sich erstmal nicht mehr auf das Gelesene konzentrieren kann.
Zum Ende hin hat es Pirkko Cremer mit der Intonation auch noch ein wenig übertrieben. Ich weiß, dass in der tagebuchartigen Erzählung viel mit Satzzeichen und Schriftgröße gearbeitet wird. Dies kam im Hörbuch auch gut rüber. Doch zum Ende hin, wurde die Stimmlage leider immer überheblicher, sodass man Mia leicht für einen arroganten Teenie halten könnte, was sie aber nicht ist. Die Sprecherin verleiht ihr allerdings diesen Eindruck, was ich sehr schade und unpassend fand.

Der Roman hat um die 200 Seiten. Das Hörbuch ist gekürzt und umfasst 3 CDs mit insgesamt 200 Minuten. Ich kann nicht genau sagen, welche Passagen ausgelassen wurden. Es dürfte nichts wichtiges gewesen sein, sondern solche Stellen, wenn Mia ihre Matheausaufgaben im Tagebuch notiert, was für den Roman ganz unterhaltsam ist, aber als Hörbuch eher nicht funktioniert.

Ich kann die "Plötzlich Prinzessin" Reihe von Meg Cabot nur empfehlen. Sie ist einfach wundervoll. Allerdings würde ich aus den genannten Gründen eher vom Kauf des Hörbuchs abraten. Lest die Geschichte lieber selbst. Lasst euch verzaubern, nicht abschrecken!

Sonntag, 28. August 2016

K9 Natural Lamb feast - Gefriergetrocknetes Hundefutter im Test

Für die Futtertester dürfen Theo und ich ein neuartiges Futter testen. Vielleicht ist es garnicht so neu. Doch weder Theo noch ich kannten die Marke und die Art der Futterherstellung, umso spannender war, was schließlich in Theos Futternapf wanderte...
Das Produkt kommt in diesem ansprechend designten Umkarton daher. Das meiste ist auf Englisch verfasst, kann allerdings mit etwas Sprachkenntnis problemlos verstanden werden. Die wichtigsten Angaben zur Fütterungsempfehlung gibt es aber auch auf Deutsch. Im Karton ist das Futter und ein Messbecher zu finden. Lamm riecht ein wenig stärker, ich hätte mir daher gewünscht, dass das Futter in einer Tüte mit Frischeverschluss geruchsdicht verpackt wäre, doch dies ist leider nicht so. Ich habe auch keine Frischbox, die groß genug für diese 3,6kg wäre, daher kommt in Verpackungsnähe hin und wieder ein dezenter Lammgeruch auf...
Da das Futter allerdings so hochwertig ist und aus Neuseeland kommt, drücke ich da mal ein Auge oder Nasenloch zu.

Das Futter besteht zu 90% aus gefriergetrocknetem Lammfleisch (Muskeln, Innerein, Knochen), 5% Grünlippmuscheln und 5% Früchte, Gemüse, Vitamine und Mineralien. Kein Getreide, Soja, Molkereierzeugnis oder andere Füllstoffe.
Die Produkte stammen aus der neuseeländischen Natur. Muscheln aus freiem Fang und das Lamm durfte auf saftigen Weiden grasen, ohne mit Medikamenten vollgepumpt zu sein. K9 unterstützt keine Massentierhaltung, was ich sehr gut finde.

Doch nun zur eigentlichen Besonderheit des Futters. Gefriergetrocknet heißt in diesem Fall, dass dem Futter seine Feuchtigkeit entzogen wurde. Fleisch und Beilagen werden ohne kochen konserviert. Die Nährstoffe werden somit erhalten. Dadurch entsteht ein gesundes und einzigartiges Geschmackserlebnis. Dies kann ich absolut unterschreiben. Die Zubereitung war etwas anders, denn durch Zugabe von der richtigen Menge Wasser besitzen die 3,6kg Futter die Ergiebigkeit von 14kg alleiniger Hundenahrung. Irgendwie schwer vorstellbar, doch so soll es gehen...
 Theo benötigt mit seinen 10kg gerade einmal 2 Messbecher des Futters über den Tag verteilt, was 50g entspricht. Diese werden mit 2 Messbechern warmen Wassers (niedriger als 37Grad) aufgegossen und verrührt. Das Futter quellt dabei nicht auf, es nimmt sich aber der Feuchtigkeit an und gibt auch Geschmack und Farbe an das Wasser ab, sodass nach etwas Ziehzeit eine Soße entsteht. Ich habe das Futter auch eine halbe Stunde ziehen lassen, damit beide Komponenten eine bessere Verbindung eingehen.
Ich war erstaunt, wie klein der Messbecher ist.
Es entspricht 25g und einer halben Tagesration für Theo.
Vermengt mit einem Messbecher Wasser entsteht dann eine "Suppe" mit Fleischeinlage. ;)
Das ist zuerst gewöhnungsbedürftig und neu, was ich allerdings sehr spannend fand, da wir gerne neues ausprobieren.
Theo ließ sich allerdings nicht scheuen und schleckte da Wasser samt Lamm direkt auf. Bei den ersten Fütterungen hat er das Futter auch direkt komplett verputzt.
Sein Appetit hat darauf jedoch nachgelassen. Sodass er nicht mehr alles auffraß und eher sein Trockenfutter bevorzugte, was sonst stehen blieb. Ich habe dann mit der Wassermenge experimentiert und diese reduziert, damit sich das Futter besser verbinden konnte und nicht so sehr schwimmt. Das hat geholfen, aber er frisst es nach wie vor nicht komplett auf. So wechsele ich die Futtersorten Tag für Tag ab und gebe ihm nicht täglich das gefriergetrocknete Lamm, um ihn damit nicht komplett zu übersättigen.
Die Qualität des K9 Natural Lamb Feast ist wirklich gut. Hochwertige Inhaltsstoffe mit einer neuartigen Idee verbunden. Das gefällt mir richtig gut. Die Akzeptanz beim Hund muss man allerdings ausprobieren und so lange Theo das Futter nicht komplett verweigert, bekommt er es gefüttert. Er muss ja nicht immer alles wegputzen, obwohl wäre schon schade darum...

Vielen Dank an die Futtertester und K9, dass ich dieses innovative und exklusive Produkt testen durfte!

Mehr Infos zum Produkt und Hersteller gibt es hier...


Freitag, 19. August 2016

4 von 5 für "Für immer Hollyhill" von Alexandra Pilz

Nachdem der fiese Cliffhanger des zweiten Teils mich ganz kirre machte, musste ich sofort zum Finale der Trilogie zum zeitreisenden Dorf Hollyhill greifen. Zum Glück hatte ich das Rezensionsexemplar vom Heyne fliegt Verlag schon parat und konnte nahtlos weiterlesen, wenn mich meine Katze denn ließ...
Eigentlich war das Kapitel Hollyhill für Emily beendet. Zurück in München bei ihrer Großmutter fällt Emily allerdings die Decke auf dem Kopf. Ihre Gedanken hängen im englischen Dorf für Zeitreisende fest. Außerdem versucht sie verzweifelt ihre beste Freundin Fee zu erreichen, doch Fee macht gerade Ferien und zwar im Hollyhill der 20er Jahre. Emily macht sich auf um ihre Freundin zur Vernunft zu bringen und den seltsamen Ereignissen in Hollyhill auf die Spur zu kommen.

Nach den 80ern, dem Empirezeitalter, sind also im großen Finale die roaring Twenties an der Reihe. Leider schaffen es die 20er Jahre nicht die Atmosphäre des vorheringen Bandes aufzugreifen. Alexandra Pilz geht dafür viel zu wenig auf die Eigenarten der Zeit ein. Wir hätten auch genauso gut in der Nachkriegszeit sein können oder in den 60ern. Das war wirklich schade, denn die Zeit des Swings und der Flapper ist doch so eigen und lädt zum Schwärmen ein.
Vielmehr konzentriert sich die Autorin auf das Chaos, welches in Hollyhill herrscht. Matt ist verschwunden und die "Zeitreisegadgets" spinnen rum. Sämtliche Einwohner stehen vor einem großen Rätsel. Außerdem sehen die Bewohner Gespenster und leben gefährlich. Dies war recht spannend zu lesen, doch im nachhinein betrachtet, war die Auflösung dazu sehr unbefriedigend und allgemein gehalten. Das fand ich schade und der tollen Reihe eher unwürdig.
Die Rahmenhandlung konnte mich leider nicht so fesseln wie bisher und ist für mich die schwächste der Trilogie.
Wir erfahren zwar mehr zur Geschichte des Dorfes, doch das bleibt alles sehr oberflächlich und wirft fast mehr Fragen auf, als dass es sie klären könnte.

Was mir dafür wirklich gut gefiel, war die neue Protagonistin des Buches. Neben Emily rückt ihre beste Freundin Fee stark in den Vordergrund. Einige Passagen werden komplett aus ihrer Sicht erzählt. Fee ist witzig, mutig und nicht auf den Kopf gefallen. Sie ist ein guter Gegenpol zur nüchternen Emly und wirbelt Hollyhill ganz schön dureinander. Dabei erweicht sie tatsächlich Cullums steinernes Herz. Was für eine Paarung! Im Laufe des Buches geht sie ihren ganz eigenen Weg und irgendwie würde ich wirklich gerne erfahren, wie es mit ihr weitergeht.
Doch die Geschichte um Hollyhill Matt und Emily hat hier ersteinmal ihren glücklichen Abschluss gefunden. Dabei könnte ich mir wirklich gut vorstellen, dass es einmal weitere Abenteuer aus Hollyhill geben könnte.

Die Hollyhill-Trilogie ist eine tolle Geschichte aus deutscher Feder, die Luft nach oben besitzt, doch viele unterhaltsame Stunden lieferte.

Vielen Dank an "Heyne fliegt" für dieses Rezensionsexemplar!

Das Buch auf Amazon...

Dienstag, 16. August 2016

4 von 5 für "Drei Begierden" von Peyton Dare

Ich durfte an einer Lovelybooks-Leserunde mit der Autorin, Peyton Dare, des Ebooks "Drei Begierden" teilnehmen. Ach ja, ich mag Leserunden und schätze den direkten Austausch mit anderen Leserinnen (und hier auch mit der Autorin) sehr. Irgendwie ist es ein ganz anderes, spannenderes Leseerlebnis.
"Drei Begierden" ist als Ebook-only im LYX-Verlag erschienen. Der Klappentext klang sehr ansprechend, sodass ich es bereits seit längerem auf meiner Wunschliste stehen hatte.

Montag, 15. August 2016

4 von 5 für "Verliebt in Hollyhill" von Alexandra Pilz

Dank Arvelle konnte ich den zweiten Teil der Hollyhill-Trilogie zu einem unschlagbaren Mängelexemplarpreis ergattern und direkt wieder in die Welt von Matt und Emily im idyllischen Dörfchen Hollyhill hineinschnuppern.
Emilys letzte Woche in Hollyhill, dem zeitreisenden Dorf, ist angebrochen. Eigentlich will Emily gar nicht zurück nach München, doch Matt kann es aufeinmal gar nicht mehr abwarten bis Emily England wieder verlässt. Nach ihren gemeinsamen Abenteuern in den 80ern ist Emily über Matts Verhalten enttäuscht. Ihr bleibt nicht viel Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn Hollyhill macht sich schon wieder auf den Weg in die Vergangenheit. Ab ins Jahr 1811, wo ein mysteriöses Mädchen in einer Kutsche die Dorfbewohner vor ein Rätsel stellt.

Ich mag Emily und die charmante Geschichte um das zeitreisende Dorf Hollyhill sehr. Da ich Zeitreisegeschichten sehr mag, war nach dem guten ersten Teil, auch der zweite Band ein Must-Read für mich und ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg war wunderbar spannend und flüssig zu lesen. Es kommen weitere Bewohner Hollyhills auf die Bildfläche. Die Geschwister Cullum und Chloe machen Emily das Leben in Hollyhill schwer, feinden sie sogar an. Klar, dass man da unbedingt wissen möchte, was dahinter steckt.
Die Seiten fliegen nur so dahin bis die Kutsche mit der bewusstlosen Unbekannten im Jahr 1811 das Dorf erreicht. Die Plotidee fand ich richtig klasse. Ich liebe das englische Setting zur Jane Austen Zeit einfach. Dazu wurde auch häufiger Bezug genommen, was ich toll fand. Die Rahmenhandlung fand ich also um einiges gelungener als die 80er Jahre Diana und Charles Hochzeit.

Leider schaffte es Alexandra Pilz nicht ihr Erzähltempo auf diesem Niveau zu halten. Gerade im Mittelteil des Buches sind einige Längen enthalten und das, obwohl Emilys Dienstmagd-Undercover-Mission auf dem Landsitz der Wakefields gut ausgearbeitet war und mir die Charaktere der Adelsfamilie sehr gefielen. Doch an diesem Punkt tritt die Handlung ein wenig auf der Stelle.
Die Autorin konzentriert sich vermehrt auf Emilys und Matts Gefühlschaos. Schnell ist klar, dass Matt nur wegen Cullums Drohungen abweisend reagiert. Der Grund für diese ist mir bis jetzt allerdings nicht wirklich klar. Das Hin-und-Her ist allerdings noch nicht vorbei und für den finalen Band besteht noch Klärungsbedarf.

Der letzte Abschnitt des Buches konnte mich nach einer schwächeren Auflösung wieder abholen. Das Gefühlschaos um Emily fand ich richtig gut gelungen und der Cliffhanger ist so gemein, dass ich direkt zu meinem Rezensionsexemplar von "Für immer Hollyhill" greifen werde. Zum Glück steht es schon in meinem Regal und ich freue mich wieder in das kleine verschrobene Dörfchen hineinspazieren zu können.

Alles in allem hat mir "Verliebt in Hollyhill" trotz der Längen besser gefallen als der erste Teil. Das liegt ganz klar an der englisches Empire Rahmenhandlung. Das ist einfach voll mein Ding und ich freue mich auf das Finale, welches in den roaring tweenties spielen wird.

Sonntag, 14. August 2016

Futtertest: Ciao gegrillte Thunfisch- und Hähnchenfilets für Katzen


Für die Futtertester durfte ich die gegrillten Thunfisch- und Hähnchenfilets von Ciao testen. Die Marke kommt aus Thailand (laut Verpackung) und produziert nun auch für den europäischen Markt.
Das bunte Verpackungsdesign lässt schon auf die südostasiatische Herkunft schließen.

Beide Filetsorten sind in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich. So kann ich meiner Katze Thunfisch mit Jacobsmuschelgeschmack füttern, aber auch Hähnchen mit Krabbengeschmack, was ich ein wenig befremdlich finde.

Ansonsten sehen die Inhaltstoffe der Filets gut aus. Man erkennt auch schon, dank der durchsichtigen Verpackung, dass ein richtiges Filetstück enthalten ist. Das habe ich zuvor auch noch nicht gesehen und spricht für die Qualität der Katzensnacks. Positiv hinzu kommt, dass der Thunfisch delfinfreundlich und nachhaltig gefangen sein soll. (Letzteres ist eigentlich kaum noch möglich, denn Thunfisch zählt leider auch zu den Fischen, auf die man zur Erhaltung lieber verzichten sollte.)
Das Hühnchen entstammt aus Freilandhaltung. Ich achte auf solche Faktoren häufig, da es mir einfach wichtig ist, was wir mit unserer Erde anstellen.
Für Molly ist es vorallem wichtig, ob ihr das Futter schmeckt und das tut es auch. Zuerst werden die Filets ausgiebig beschnüffelt und sobald ich sie zerkleinert habe auch sofort vertilgt. Das gegarte Fleisch bekommt ihr problemlos. Es ist also eine schöne Ergänzung für ihren Speiseplan.


Donnerstag, 11. August 2016

Neu bei dm: Balea "Doppelte Ergiebigkeit" Deodorant und Antitranspirant

In dieser Woche erreichte mich ganz unverhofft ein Packchen von den dm-Markeninsidern. Ich bekam zwei Produktneuheiten zugesandt, von denen ich kurz berichten möchte.
Das Deodorant "Soft Rock" hält bis zu 24h frisch und enthält keine Aluminumsalze. Der Geruch ist süßlich-blumig und hält den ganzen Tag über an.
Das Anti-Transpirant "Fit for Stress" hat mich heute durch einen nervenaufreibenden Zahnarzttermin begleitet und mein Schwitzen tatsächlich eingedämmt. Es soll bis zu 48h frisch halten, enthält dafür allerdings Aluminium. Der Geruch gefällt mir von beiden am besten, denn er ist fruchtig frisch.

Die Innovation der Produkte liegt an ihrer doppelten Ergiebigkeit. Dank eines veränderten Sprühkopfes soll der 200ml Inhalt die Ergiebigkeit von 400ml besitzen. Ich bin ein wenig skeptisch, ob dies tatsächlich möglich ist. Mir ist allerdings bei der Anwendung aufgefallen, dass der Sprühnebel der Deos viel feiner und mit weniger Druck aus den Dosen austritt. Also möglicherweise weniger Produkt, zielgerichteter auf die Achseln trifft. Ein Versuch sind die neuen Balea-Deos auf jeden Fall wert. Denn sie sind preiswert und halten selbst während des schlimmsten Zahnarztbesuches frisch.

Mittwoch, 10. August 2016

4 von 5 für "Nacht des Begehrens" (IaD1) von Kresley Cole

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Bücher aus dem LYX-Verlag begleiten mich schon seit einigen Jahren in meinem Leseverhalten. Die Immortals after Dark-Reihe von Kresley Cole ist bis jetzt immer an mir vorbeigezogen. Was sicher auch an den schrecklichen Covern und eindeutigen Titeln lag. Allerdings schwärmen so viele von der Reihe, welche mittlerweile fast 15 Titel umfasst, dass ich einfach zugreifen musste, als ich die ersten beiden Teile der Reihe günstig gebraucht bekam.

Doch was passiert im ersten Band "Nacht des Begehrens"?
Lachlain, König der Werwölfe, wurde vor 150 Jahren von den Vampiren gefangen genommen und seitdem aufs Grausamste gefoltert. Als er seine zukünftige Gefährtin wittert, kann er fliehen und trifft zu seinem Entsetzen auf Emmaline.
Emmaline ist ihm nicht nur vorherbestimmt, sie ist auch noch ein Vampir und beide sind sich spinnefeind.

Ich mag fantastische Liebesgeschichten sehr, die Demonica-Reihe von Larissa Ione ist da ein wahres Highlight. Ähnliche Wege geht die Immortals after Dark-Reihe. Unterschiedliche Mythenwesen suchen ihre Liebe und bekämpfen sich gegenseitig. Also beste Vorraussetzungen für gute Unterhaltung.

Vor dem Lesen wusste ich nicht, in welcher Zeit die Handlung angesiedelt sein würde. Der Klappentext klang sehr altertümlich, doch die Handlung spielt in der Gegenwart. Die Strukturen und Hierachien sind auch nicht die modernsten. Nicht verwunderlich, denn unser Protagonist ist immerhin über 1000 Jahre alt. Umso schwerer tut sich Lachlain mit der modernen Welt, in die er nach seiner Flucht hineinkatapultiert wird und vor scheinbar unlösbaren Rätseln steht. Was sind Autos und wie bedient man diese? Dies war eine nette Abwechslung zu all den gelesenen Fantasygeschichten. Etwas anders war auch Emmaline, die als Angsthäsin erzogen wurde. Erst im Laufe des Buches muss sie ihre Attitüde finden und entwickelt sich zu einer ernstzunehmenden Vampirin, bzw. Vampiküre. Ein Pluspunkt der Geschichte sind die vielfältigen Mythenwesen. Neben Lykae und Vampiren hatten auch Walküren einen wichtigen Part der Story inne. Emmas Tanten sind allesamt ziemlich durchgeknallte Walküren, die die Geschichte für mich erst richtig unterhaltsam machten.

Kresley Cole offenbahrt ein humoristisches Talent, wenn sie Emmas Tanten aus Vall Hale freilässt und diese über die Mythenwelt hereinbrechen. Ich freue mich schon sehr sie in den Folgebänden wiederzutreffen. Die Walküren waren mein Highlight aus "Nacht des Begehrens", welche allerdings erst recht spät die Geschichte ins Laufen brachten.

Ich hatte zu Beginn ein wenig Probleme in die Geschichte zu kommen. Ich hatte Schwierigkeiten mit der schreckhaften Emmaline warm zu werden. So wollten auch die Funken zwischen ihr und Lachlain nicht so recht sprühen. Ich hoffe, es kommen noch explosivere Paarungen in den nachfolgenden Bänden hinzu. Die ersten Andeutungen gibt es bereits.

Außerdem konnte mich die Rahmenhandlung nicht ganz überzeugen. Zuerst drehte sich alles nur um Lachlains Trieb Emmaline an sich zu binden, erst auf den letzten 70 Seiten rückt seine Rache an die Vampire in den Vordergrund. Der Spannungsbogen glich da für mich einem schlaffen Seil. Ich hoffe auf bessere Plots.

So quälte ich mich anfangs ein wenig durch die Handlung, wurde aber auf den letzten 100 Seiten mehr als entschädigt. Den Tanten und Emmas neuem Selbstbewusstsein sei Dank.

Alles in allem ist "Nacht des Begehrens" ein recht guter Start, der viel Luft nach oben lässt. Band zwei steht bereits im Regal und die Geschichten 3-7 machen sich als Rebuy-Bestellung auf den Weg zu mir. Ich hoffe es lohnt sich!

Montag, 8. August 2016

3 von 5 für "Was auch immer geschieht" von Bianca Iosivoni

Vor ein paar Wochen habe ich das Bücherportal "Lesejury" der Bastei-Lübbe-Verlagsgruppe entdeckt und mich für eine Leserunde beworben. Das Taschenbuch zu "Was auch immer geschieht" von Bianca Iosivoni erscheint erst im November und befand sich auf meiner Wunschliste. Das Ebook erschien allerdings bereits im Juli und so versuchte ich gerne meine Glück für die Leserunde und bekam die Zusage.
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Hinter dem wundervollen Cover versteckt sich folgende Geschichte: Callie ist in ihren Stiefbruder Keith verknallt, als ein Familiendrama sich ereignet. Keith steuert den Wagen als Callies Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Keith verschwindet und taucht nach 7 Jahren plötzlich wieder zuhause auf. Callies Gefühle liegen blank. Sie trauert noch um ihren Vater, doch ist die Anziehung zu Keith groß wie nie zuvor und dann sind da auch noch die Bedenken: Darf sie ihren Stiefbruder lieben?

Ich habe das Gefühl nach den Vampiren, dominanten Chefs und Rockstars sind nun die Stiefbrüder "das nächste große Ding". Da ich den moralischen Gradwandel ganz reizvoll fand und mir die angedeutete Familiendramatik in "Was auch immer geschieht" sehr zusagte, habe ich mich auf das Ebook sehr gefreut.

Dass sich hinter Bianca Iosivoni eine deutsche Autorin verbirgt, war mir vorm Lesen gar nicht bewusst. Ich finde es sehr spannend, dass LYX vermehrt deutsche Autorinnen ins neue Verlagsprogramm aufnimmt.
Ein wenig schade finde ich, dass die Autorin die Handlung in den Südstaaten der USA spielen lässt, denn man merkt, dass sie noch nie dort war. Genauso gut hätte "Was auch immer geschieht" in Deutschland, Großbritannien oder Australien spielen können. Ich finde, dass Boots und schwüle Luft allein noch kein Louisiana-Feeling machen.
Dabei begann das Buch wirklich gut. Der erste Eindruck von Callie gefiel mir sehr. Sie ist eine sympathische und gefühlvolle Protagonistin, die nicht auf den Kopf gefallen ist und sich mit ihrer Schwester unterhaltsame Wortgefechte lieferte. Beim ersten Wiedersehen mit Keith vibriert die Luft, doch leider hielt der Zustand nicht bis zum Ende an. Beide sind 21 und 22 Jahre alt, doch liest sich das Buch nicht wie ein typischer New Adult-Roman, in dem es auch schon mal heißer hergehen kann. Das Knistern vermisst man hier ein wenig. Bis auf eine Szene las es sich wie ein Jugendroman. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin uns nicht nur erzählt, das Keith Callie morgens auf nicht jugendfreie Art weckte, sondern, dass sie uns dabei sein lässt.

Ähnlich harmlos entwickelt sich auch die große Konfliktsituation mit Keith und dessen Autounfall, der Callies Vater das Leben kostete. Callie hat daran sehr zu knabbern, doch die ganze Konfliktsituation würde nicht bestehen, wenn jemand zuvor erzählt hätte, was geschah. Somit ist der Konflikt eigentlich gar nicht existent, wenn man die Situation richtig aufgeklärt hätte. Die Auflösung fand ich somit nicht zufriedenstellend, möchte aber nicht weiter spoilern.

Genauso harmlos entpuppt sich auch das Stiefgeschwister-Ding. Callie und Keith haben nur für kurze Zeit zusammengelebt, bevor Keith nach dem Unfall verschwand. Somit konnten sie keine geschwisterliche Bindung aufbauen. Der eigentliche Tabubruch ist nicht vorhanden und auch ihre Familie geht sehr cool mit der Sache um. Aus beiden Situationen hätten man ruhig mehr Dramatik herausschlagen können.

So plätscherte die Handlung vor sich hin. Ich hätte mir mehr Knistern, Herzschmerz und Atmosphäre gewünscht.
So ist es auch kein gutes Zeichen für mich, dass ich für das Ebook mehr als zwei Wochen brauchte. Die Geschichte konnte mich leider nicht komplett fesseln.So ist das Ende auch recht offen geblieben. Schade finde ich, dass sämtliche Charaktere jetzt noch einen Entwichlungsspielraum besitzen. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Figurenkonstellationen, welche sich im Laufe des Buches andeuteten auch zuende erzählt worden wären. So bleibt man auf dem trockenen sitzen und fragt sich, was eigentlich aus Callies Schwester und ihren beiden besten Freunden wird.

"Was auch immer geschieht" war ganz sicher nicht schlecht, aber man hätte mehr aus der Geschichte und den Charakteren herausholen können. Es besitzt seine schönen Momente und unterhaltsamen Szenen, doch die Längen und ungenutzten Chancen überwiegen leider.

Donnerstag, 4. August 2016

5 von 5 für "Jane Austens Geheimnis" von Charlie Lovett

Vor ein paar Jahren hatte ich eine regelrechte Jane Austen Obsession. Ich habe drei ihrer Romane gelesen (Stolz und Vorurteil, Emma, Verstand und Gefühl) und den Großteil aller Verfilmungen zu Jane Austen und ihren Werken gesuchtet. Noch heute finde ich, dass sie eine faszinierende und begnadete Schriftstellerin war, der ich sehr gerne über die Schulter geschaut hätte.
Im neuesten Programm des Goldmann-Verlags bin ich dann auf dieses wundervolle Cover mit dem vielversprechenden Titel aufmerksam geworden.
Ich kann mir nicht helfen, doch ich bin davon ausgegangen, dass Charlie in diesem Fall ein weiblicher Vorname sein würde. Tatsächlich steckt hinter "Jane Austens Geheimnis" und diesem wundervoll blumigen Cover ein Schriftsteller. Mr. Lovett war übrigens einmal Antiquar und ist ein absoluter Bücherliebhaber. Wenig verwunderlich, dass seine Protagonistin da nachzieht.

Sophie Collingwood hat ihre Bücherleidenschaft von ihrem Onkel mitbekommen. Gemeinsam lasen sie alte Klassiker und Jane Austen ist tief in ihren Herzen verankert. Als Sophie nach einem schlimmen Schicksalsschlag einen Job im Antiquariat annimmt, kommt es zu eigenartigen Begebenheiten. Gleich zwei Herren beauftragen Sophie eine seltene 2.Ausgabe eines unbedeutenden Werkes aus dem späten 18. Jahrhundert aufzutreiben. Als Sophie versucht hinter das Geheimnis dieses Buches zu kommen, begibt sie sich ungeahnt in Lebensgefahr.

Bevor ich die erste Seite aufschlug, hatte ich Angst, dass mir der Roman nicht gefallen würde, dass mir der Schreibstil zu schwülstig sein würde, dass mich die Handlung nicht mitreißen könnte. Doch dies war unbegründet.
Charlie Lovett erzählt parallel zwei Geschichten. Die erste begleitet Jane Austen während ihres Schreibprozesses ihrer größten Werke bis zu ihrem Tod. Dabei knüpft die Autorin eine enge Freundschaft zu einem Geistlichen mit dem sie ihre Werke diskuttiert.
Dies ist so lebendig und atmosphärisch erzählt, dass es fast wahr erschien und ich mich fragte, ob es tatsächlich diesen Vertrauten gab. Doch wie der Autor im Nachwort schreibt, ist Richard Mansfield frei erfunden. So wechseln sich die Kapitel ab und wir switchen ins London der Gegenwart, wo Sophie sich auf die Suche nach dem gewünschten Buch macht und auf Jane Austens Spuren wandelt und einem alles verändernden Geheimnis auf die Spur kommt.

Die leichten Krimi- und Lovestoryelemente weben sich perfekt in die Handlung ein und machen "Jane Austens Geheimnis" zu einem ganz besonderen Roman.

Besonders gefiel mir, die Literaturleidenschaft, welche aus den Seiten hervorsticht und mir viel vor Augen führte. Das war sehr interessant. Ich werde jetzt bei meinen Leseexemplaren besonders auf den ersten Satz achten und schauen, ob dieser perfekt gewählt ist.
Charlie Lovett vermittelt seine Liebe für Bücher und große Schreiberlinge perfekt. Ein paar Parallelen zwischen seinen Charakteren und Jane Austens Figurenkonstellationen ließ sich auch hier erkennen. Somit ist "Jane Austens Geheimnis" eine wirklich gelungene und intelligente Unterhaltung, die mich sehr überraschte und eine perfekte Hommage an eine ganz große Frau der englischen Literatur ist.

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 1. August 2016

4 von 5 für "Pornojahre" von Till Kraemer

Mein Urlaub ist nun seit gestern vorbei und viele schöne Erinnerungen bleiben fest in meinem Kopf verankert. Eine davon war, wie im letzten Jahr, unser Shopping-Trip im Bücheroutlet. Für Rund 42 Euro habe ich 16 Bücher aus dem riesigen Zelt getragen. Eines davon ist die etwas andere Strandlektüre "Pornojahre" von Till Kraemer. Für gerade mal 1,99Euro griff ich zu stillte meine Neugierde.
Till hadert mit seinem Liebesleben und auch in Sachen Karriere sieht es nicht rosig aus. Da kommt ihm die Idee sein Hobby zum Beruf zu machen. Dies ist soweit nicht ungewöhnlich, doch die Branche, in der Till Fuß fassen will, ist etwas unkonventionellerer Natur. Denn Till dreht Pornos.
In 33 autobiografischen Kapiteln beschreibt er seinen Einstieg und Werdegang in der Erotikbranche.
Dies geschieht auf recht intelligente, unterhaltsame und humorvolle Art. Dabei hätte ich genauso gut eine Kolumne im Playboy lesen können. Wer also denkt, mit dem Intellekt von Pornodarstellern ist es nicht gerade gut bestellt, könnte nur bedingt recht haben. So wird schnell klar, dass Till feste Prinzipien hat, Vegetarier ist und ganz bestimmte Vorstellungen von seinem Leben hat. Dabei wirkte er in manchen Erzählungen leicht verschroben, was jedoch den Unterhaltungsgrad steigert.

"Pornojahre" gibt dabei natürlich nicht nur Einblicke in Tills Leben und seine Projekte, sondern natürlich auch in die Branche. Etwas salopp und ungefiltert kommen die Sexszenen daher. Hier wird allein die männliche Sicht auf die Branche geschildert, dadurch erschien mir das ganze sehr verherrlichend. Man sollte während des Lesens also auch das kritische Auge offen halten. Tills Erfahrungen deuten auch die Schattenseiten, wie mangelnde Hygiene und Krankheiten an, doch betont er mehr als häufig, wie "geil" der Job doch sei. Doch das, was man dann zu lesen bekommt, macht schnell klar, dass ein Leben mit Porno nicht ganz so geil sein kann.

Wenn man dies im Hinterkopf behält, ist "Pornojahre" eine unterhaltsame Lektüre, die Einblicke hinter die Kulissen der Pornoindustrie und deren Charaktere liefert.Till Kraemer betrieb übrigens auch eigene Youtube-Kanäle (Pornopedia, Till Kraemer etc.) Interessant, um zu erfahren, wer eigentlich hinter den geschriebenen Worten steckt.