Mittwoch, 16. April 2014

4/5 für "Black Dagger 11: Seelenprinz und Sohn der Dunkelheit" von J.R. Ward

Zwei Krieger, viele Konflikte, ein großes Happy - End: Blay und Quinn

Nachdem ich im letzten Jahr glückerlicherweise auf die Black Dagger aufmerksam gemacht wurde, fieberte ich dem Buch von Quinn und Blay entgegen. da ihre Storyline so ganz einzigartig erscheint. Endlich hat sich eine Autorin eine rein männliche Paarung in ihrer populären Buchreihe vorzunehmen. Obwohl ich bereits auf V und Butch immer gehofft hatte, sind es nun Quinn und Blay, die endlich so richtig auf Tuchfüllung gehen können.
Die Rahmenbedingungen sind dafür jedoch denkbar schlecht. Blay ist eigentlich noch in einer Beziehung mit Quinns Cousin und hat dem gepiercten Draufgänger längst abgeschworen. Doch dieser scheint geläutert und wünscht sich, nach dem er von seinen Eltern (die diese Bezeichnung garnicht verdienen) verstoßen wurde, eine eigene Familie und wird dank Laylas Triebigkeit erstmalig Vater.
Im ersten Teil konnte mich vorallem dieser Handlungsstrang bei der Stange halten, denn Laylas Schwangerschaft und all die Verwicklungen darum sind alles andere als reibungslos. Laylas Charakter macht eine große Entwicklung mit und gewinnt an Tiefe. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit den Anbandlungen mit Xcor nicht gerade einverstanden bin. Was soll daraus denn werden? Doch die Szene zwischen ihm und der Auserwählten ist für mich die schönste und emotionalste des Buches.
Es existieren noch weitere gewichtige Nebenhandlungen, die für die Black Dagger ja essenziell sind, so scheint der undurchsichtige Drogenbaron Assail eine loveinterest gefunden zu haben. Und auch bei den Schatten tut sich einiges, wobei es mich ein wenig störte, dass diesen Handlungen so viel Platz eingeräumt wurde, warum muss die Autorin alles mit langer Hand vorbereiten?
Aber so gestaltete es sich zwischen Blay und Quinn ja auch. Mir kam es nur leider so vor, dass die ganz großen, emotionalen Momente zwischen Beiden bereits vor ihrem Buch erzählt wurden. Viel mitfiebern und mitleiden konnte ich dann nicht mehr. Doch sie bekommen ersteinmal ihr Happy End, welches nach all den Konflikten schnell erschien.Doch wird dieses sicher nicht das Letzte sein, was wir von ihnen hören werden.

Ich bin gespannt wie es mit dem nächsten Buch um den König, seine Regentschaft und seine Königin weitergehen wird. Auf ihrer Facebookseite hat J.R. Ward schon mitgeteilt, dass der folgende Roman von den Schatten Trez und iAm handeln wird. Ich bin gespannt darauf auch wenn das Warten noch lange anhalten wird.

Donnerstag, 10. April 2014

Rosa, sei mein.

Meine Inspiration
Auf diesem Wege wollte ich Euch noch einmal mein Manuskript für das LYX - Storboard" vorstellen.
Der EGMONT LYX - Verlag rief im November 2013 zu einem neuen Schreibprojekt auf: Dem LYX-STORYBOARD. Dabei können Autorinnen und Autorin, egal welchen Grades, ihre Manuskripte einstellen und einer registrierten Leserschaft präsentieren. Diese können applaudieren, folgen und Feedback geben. 
Zu jeder Zeit kann ein Manuskript von seinem Verfassenden zum Wettbewerb angemeldet werden und mit den meisten Leserstimmen winkt eine Publikation im digitalen Programm des Verlages.

Diese Chance konnte und wollte ich mir nicht entgehen lassen und reichte mein unvollendetes Manuskript um die Studentin Rosa, welche auf tollpatschigen Wegen in das Jahr 1907 gerät und das Leben der Bewohner eines alten Herrenhauses so mächtig durcheinander wirft, ein. Dabei muss sie erkennen, dass sie besser nicht bei der ersten Staffel von Downton Abbey eingeschlafen wäre und dass die unfassbarsten Intrigen nicht immer nur das Fernsehen schreibt...

Hier gelangt ihr zu meinem Profil des Storyboards und der entstehenden Geschichte:

Rosa,sei mein.

Montag, 7. April 2014

5/5 für "Black Dagger 8: Vampirseele und Mondschwur" von J.R. Ward

Eine stille Liebe, die unter die Haut geht: Xhex und John.

 Ach ja, was habe ich mich auf die Beiden gefreut. Seit John als sympathischer, schüchterner Prätrans im zweiten Teil der Serie eingeführt wurde, ist er stetig mit seinen Schicksalsschlägen gewachsen und zu einem anbetungswürdigen Bruderschaftsanwärter geworden. Nach einigem dramatischen und herzzerreißenden Zwischenfällen mit der Halbsympathin Xhex, beschreiten sie nun endlich ihren langen, steinigen Weg zum Happy End.
Als Xhex erstmalig in Butchs Geschichte (?) auftrat, wusste ich nicht, was ich von dem burschikosen Wesen halten sollten, doch auch sie hat schnell mein Herz erobert und sogar meine bisherige Lieblingsprotagonistin Bella auf den zweiten Platz verwiesen. Xhex ist einfach einzigartig, stark, tough, frech und verletzlich - das zeichnet sie aus und ich hoffe, dass es um John und Xhex in den nächsten Bänden nicht allzu still wird.
Ich fand es großartig, dass J.R. Ward den Beiden in ihrer Geschichte den vollen Raum zugestand und sie sich ihren herzergreifenden Plot nicht noch mit einem anderen Pärchen teilen mussten.
Zwar wird auch Quinn und Blay ein gewisser Part zuteil, der viel Lust auf ihre Geschichte macht, doch John und Xhex spielten stets die erste Geige. Die eigentlich besten Freunde kommen sich näher und entzweien sich dann doch wieder. Es kommt zu anderen Arrangements mit Saxton (Quinns Cousin) und der Auserwählten Layla. Dass dies nicht von Dauer sein wird, ist schon vorprogrammiert.

Auch Payne nahm ihren Teil ein, verletzte sich schwer beim Übungskampf mit dem König und wartet nun im Anwesen der Bruderschaft auf eine rettende OP. Wie es mit ihr und dem menschlichen Chirurgen Manny weitergeht, dürfte interessant werden.

Lashs endgültiger Abgang ging für mich ein wenig unter. Doch das war nicht weiter tragisch, denn endlich hat das Scheusal, nach einigen abartigen Transformationen, bekommen, was es verdiente.

Ein wenig frustrierend und mühselig waren die Nebenhandlungen, um das Fernsehteam in der Charlestoner Spukvilla und die Rückblenden in Darius und Thors Vergangenheit. Alles ergibt zwar am Ende einen teils überraschenden Sinn, doch bis wir dahin gelangen, verabschiedeten sich bei mir einige Nerven. Gerade wenn zwischen Xhex und John wieder einiges auf dem Spiel stand.

Die Auflösung bezüglich Darius Reinkarnation fand ich ziemlich unspektakulär und unbefriedigend, das ganze kündigte sich ja schon seit längerem an, daher hatte ich eine größere Überraschung erwartet. Vor allem da wir, die Lesenden, die einzigen sind, die darüber bescheid wissen. Ich frage mich daher, ob in einem späteren Band die restliche Bruderschaft auch noch die große Erkenntnis über ihren verstorbenen Bruder trifft.

Die Cover finde ich zur Abwechselung wirklich treffend. So könnte ich mir John und auch Xhex (mit ein paar Abzügen) wirklich vorstellen. Schade war nur das ewige Finden von Rechtschreibfehlern, das Lektorat schien sich eher darauf konzentriert zu haben, die Bücher an der unpassendsten Stelle zu trennen ...

Doch das sind nur ganz kleine Kritikpunkte, die den Eindruck über Xhex' und Johns wunderschöne Liebesgeschichte nicht trüben können. Ich bin froh, dass beide nun endlich ihr Happy End bekommen haben und hoffe, dass sie in den nächsten Bänden nicht komplett verstummen werden.

4/5 für "Black Dagger 7: Racheengel und Blinder König" von J.R. Ward

 Ehlena und Rehv geben ein mitreißendes Vorspiel für Xhex und John.

Man kann wohl nicht gerade behaupten, dass im Leben des Reverends absolut nichts los sei. Drogenbaron, Zuhälter, Unternehmer, Vampir, Sympath, Sohn, Bruder, Onkel, Mörder - Rhev hat viele Namen. Das macht ihn auch für seine Mitvampire so unberechenbar und er wird von den Charakterschwachen gemieden. Als er eines Tages Ehlena kennenlernt, ist für ihn schnell klar, er will einfach nur er selbst sein und mit dieser Frau Zeit verbringen, solange seine vielen Geheimnisse ihm nicht zum Verhängnis werden.

Als Rehv erstmalig im dritten Band der Black Dagger eingeführt wurde, wusste ich nicht so recht was ich mit dem empfindungsarmen (nur wegen des Dopamins^^) Pelzträger anfangen sollte. Doch im Laufe der Geschichte und seiner im Speziellen kann man seine zwielichtigen Machenschaften absolut verstehen und nachvollziehen.

Mit Ehlena bekam er eine Partnerin an den Laib geschrieben, die durch Umwege mit seiner ...sagen wir... Vielschichtigkeit zurecht kommen muss.
Ihre Beziehung war mit so vielen komplizierten und schwerwiegenden Problemen belastet, dass ich nicht voraussagen konnte, wie J.R.Ward es lösen würde, doch leider bestand die Problembehebung eher darin, dass Ehlena über ihren Schatten sprang und sich mit allem arrangierte.
Trotz dessen war das Finale eines der spannendsten der Serie, dank geballter Bruderschaftspower.

Leider spielte die Liebesgeschichte der Protagonisten für mich nur die dritte Geige, denn Wrath und Beth bekommen sehr viel Aufmerksamkeit und müssen sich Problemen stellen, die ihrer jungen Ehe schwer zusetzen. Ein großer Teil der heißen Szenen gehört ihnen.

Doch "zum Seitenvorblättern, um nachzusehen, wann sie wieder auftauchen" haben mich allein John und Xhex gebracht. Ich hatte die beiden schon lange zuvor in mein Herz geschlossen, doch die dramatischen Entwicklungen bescherten mir so einige Gänsehautmomente. Ich kann es kaum abwarten nach diesem grandiosen Vorspiel, ihre Geschichte zu erfahren und hoffe, dass sie allein die erste Geige spielen werden.

Ehlena und Rehv hatten wirklich harte Konkurrenz aus den eigenen Reihen, sodass ihre Beziehung ein wenig unterging, doch die Momente zwischen John & Xhex, Xhex und Ehlena sowie der Bruderschaft mit und gegen Lassiter machen "Racheengel" und "Blinder König" zu einem wirklich gelungen Stück Black Dagger.

3/5 für "Black Dagger 6: Blutlinien und Vampirträume" von J.R. Ward

Phury und Cormia verblassen im Roten Rauch.

 Für mich ist "Blutlinien" bisher leider der schwächste Teil der Black Dagger Reihe. Nach Vishous und Janes fabelhafter Erzählung war klar, dass es Phury und Cormia nicht leicht haben würden dies zu toppen. Tatsächlich kommen sie im 11. Buch noch nicht mal ansatzweise an ihre Vorgänger heran.
Ich bin schon enttäuscht von Phury, der zu einem Bella anhimmelnden, selbstmitleidigen Drogensüchtigen geworden ist, der zu allem Überfluss auch noch einen Schizophrenen Zug entwickelt hat. Bei seinem Selbstzerstörungstrip dabei zu sein, hat mich nun nicht gerade erfüllt.
Seinen Primalspflichten kam er nun auch seit 5 Monaten nicht nach und das obwohl Cormia im nächsten Zimmer mehr als bereit ist und auf ihn noch weiter willige 39 Auserwählte warten, mit denen er die nächste Generation Vampire zeugen soll. Doch was macht Phury? Roten Rauch vom Dealer seines Vertrauens beziehen. Da muss im nächsten Teil seiner Geschichte definitiv noch einiges passieren.
Cormia hätte ich mehr Raum in dieser Geschichte gewünscht. Bisher im Reich der Jungfrau lebend, ist die normale Welt für sie vollkommen fremd und da wird allein das Fernsehprogramm, Erbsen und Zahnstocher ein wahres Erlebnis für die junge Auserwählte. Durch ihre Unwissenheit ergeben sich einige amüsante Begebenheiten, die sich ruhig noch häufen könnten. Ansonsten ist die Heldin dieser Geschichte eher blass geblieben.
Das mag auch daran liegen, dass J.R.Ward plötzlich Omega aus der Versenkung wieder auftauchen ließ, der nun seinen vampirischen Sohn zum Lesser machen möchte.
Auch um John, Blay und Quinn spinnt sich ein dramatisches Geflecht, welches noch ordentlich Stoff für die nächsten Plots liefern wird.

5/5 für "Black Dagger 5: Seelenjäger und Todesfluch" von J.R. Ward

50 Shades of V...

 Diese Rezension bezieht sich ebenso auf den ersten Teil der Geschichte von V und Jane ("Seelenjäger").

Der Vampirkrieger Vishous leidet schwer, als sein bester Freund Butch mit seiner Marissa endlich glücklich ist. V will diese Liebe auch für sich, will eigentlich auch Butch nur für sich. Während einer Kamikazeaktion gegen die Lesser wird er schwer verwundet und landet in einem Krankenhaus für Menschen. Dort rettet ihm die Ärztin Jane das Leben.
Als Jane entdeckt, dass ihr Patient so gar nicht menschlich ist, wird sie in die Welt der Black Dagger hineingezogen und verliebt sich in V. Doch V hat eine andere Aufgabe zu erfüllen, er soll der neue Primal der Auserwählten werden, um eine neue Vampirgeneration zu zeugen.

Ich war ganz euphorisch endlich Vs Geschichte zu erfahren. Seine unerfüllte, ganz eigene Lovestory mit Butch ist unglaublich und besonders in diesem Genre. J.R Ward hätte es sich wirklich trauen sollen die beiden zu verbinden. Ein großer Pluspunkt dieser Bücher war daher auch wieder die Momente, welche der Bulle und Vishous teilten. Da war sie endlich die lang ersehnte Aussprache, obwohl ich hoffe, dass das letzte Wort zwischen den beiden - trotz ihrer Partnerinnen - noch nicht gesprochen ist.
Jane hat mir dieses Mal auch deutlich besser gefallen als Marissa. Sie ist eine kleinere, weibliche Version von Butch, lässt sich auf alles ein und hat immer eine schlagfertige Erwiderung parat. Ich war gespannt, wie sie mit Vishous Dominanzvorlieben umgehen würde, aber Jane hat einfach mitgemacht. V macht hier auch eine Wandlung durch und lässt sich gern von seiner Ärztin dominieren.
Sein Charakter ist wohl neben Zsadist der spannendste der Reihe. Wir erfahren die tragischen Details seiner Herkunft, und Wandlung und was es mit seinen Fluch auf sich hat. Wenn er Jane gehen lassen muss - mehrfach - ist das einfach unglaublich emotional.
Die beiden sind ein tolles Team.
Ich weiß aber noch nicht, was ich mit Janes nun ja Veränderung am Ende der Geschichte anfangen soll. Da fehlt mir ein wenig die Vorstellungskraft, obwohl die beiden somit auch ihr holpriges Happy End erfahren.
Nach dem Prolog war ich schwer davon überzeugt, dass Janes verstorbene Schwester Hannah eine wichtige Aufgabe zukommen würde, dachte sogar, dass sie als die Auserwählte Cormia wiedergeboren wurde... hm, so wie es aussieht hat mich J.R. da ganz schön an der Nase herum geführt!

Ich fand es toll, dass den Lessern mal eine Auszeit gegönnt wurde und der Fokus, dadurch stets bei der Bruderschaft lag.

Endlich macht John seine Wandlung durch und ich bin schon so auf seine Geschichte gespannt. Er könnte auch zu meinen Lieblingen aufsteigen. ;)

Dr. Manello darf nun auch auf seine Geschichte warten. Ein neuer sympathischer Charakter, der seine Liebe sucht und in Jane nicht fand. Seine Zukünftige Payne wurde auch kurz und sehr spektakulär eingeführt. Das macht viel Lust auf mehr!

Das nächste Paar, Phury und Cormia, wurde auch bereits ausführlich vorgestellt, die Autorin hätte sich damit aber ruhig bis zu ihrem Buch Zeit lassen können. Mal sehen, ob er seinen Primalspflichten nachzukommen weiß...

"Seelenjäger" und "Todesfluch" sind die großartigen Nachfolgebände einer süchtigmachenden Buchreihe. Frau Ward, schön weitermachen!