Montag, 16. Januar 2017

Buchtipp | Wie die Luft zum Atmen von Brittainy C. Cherry

Aktuell ist wohl kein anderer Titel so oft in den sozialen Medien zu finden, wie der 2. Roman der Autorin von "Verliebt in Mr. Daniels". Besagter Mr. Daniels steht übrigens noch ungelesen in meinem Regal. Als ich die Chance hatte bei Netgalley das Ebook ihrer neuen Reihe anzufragen, konnte ich nicht wiederstehen und dass obwohl ich das Buch aufgrund seines Covers nicht im Regal wollen würde. Zuerst mochte ich es gar nicht, allerdings passt es perfekt zur Geschichte und zu dieser komme ich jetzt.
Tristan Cole hörte vor einem Jahr auf zu leben. Vor einem Jahr starb seine Frau und sein Sohn bei einem Autounfall und damit auch sein Grund zum dasein. Tristan ahnt nicht, dass er mit seiner neuen Nachbarin das gleiche Schicksal teilt. Vor einem Jahr verlor Liz ihren Ehemann und kämpft sich zusammen mit ihrer Tochter Emma zurück ins Leben. Nach einem unglücklichen ersten Zusammentreffen mit Tristan ist Liz schnell klar, dass hinter seiner harten Schale etwas Einsames und Trauriges sitzt. Liz will ihm helfen und über ihren eigenen Verlust hinweg kommen. Doch dabei rät ihr jeder in der Stadt die Finger vom "Arschloch von Meadows Creek" zu lassen.

Ach ja, wo soll ich anfangen? Das Buch hat mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen. Brittainy C. Cherrys Schreibstil ist wunderbar einnehmend und gefühlvoll. Dabei schafft sie es ernste, nachdenkliche und traurige Töne mit ganz viel Liebe und Humor zu verbinden. Ich musste gleichermaßem weinen und lachen. Besonders dann, wenn Liz beste Freundin Faye ihre Auftritte hatte. Faye war einfach grandios und äußerst unterhaltsam, da ich teilweise entsetzt und amüsiert darüber war, was sie sagte und tat. Faye wäre für mich auch eine perfekte Protagonistin gewesen.

Doch Tristan und Liz machen ihren Job ebenso gut. Liz ist wahnsinnig sympathisch und mitfühlend. Ihr Verlust machte mich ebenso traurig. Gleichzeitig schafft sie es positiv zu bleiben und für ihre Tochter da zu sein. Die Autorin hat mit Liz eine tolle und authentische Protagonistin geschaffen. Ich teilte mit ihr die Faszination vom abweisenden und mysteriösen Tristan. In der Kleinstadt schlägt ihm der unverhohlene Hass der Einwohner entgegen, was ich ein wenig befremdlich fand. Womit sollte er das verdient haben? Nur Liz macht sich Mühe hinter die Fassade zu blicken. Ihr Verhältnis zueinander entwickelt sich recht flott und reift im Laufe der Handlung. Diese Entwicklung war schön mitzuerleben und hat mich bestens unterhalten.

Für mich war das Buch an keinem Punkt langweilig. Es passierte ständig etwas und zum Schluss überschlagen sich sogar die Ereignisse von denen ein paar für mich vorhersehbar waren.

Ich möchte noch etwas zur Emotinalität des Romans sagen. Ganz oft habe ich gelesen, dass das Buch die jeweilige Leserin "zerstört" hätten. Ich finde, dass die Geschichte durchweg positiv und lebensbejahend ist. Die Protagonisten haben zwar das Schlimmste durchgemacht, was einem Menschen passieren kann. Doch die Töne des Buches sind hell leuchtend. Während des Lesens musste ich weniger um die Charaktere weinen, sondern weil die Autorin mich zum Nachdenken brachte, wie es mir in den jeweiligen Situationen ergehen würde. Dadurch bekam "Wie die Luft zum Atmen" einiges an Tiefe hinzu.

Ich kann das Buch von Brittainy C. Cherry nur weiterempfehlen. Es hat mich perfekt unterhalten, zum lachen, weinen und nachdenken gebracht. Für mich war es definitiv nicht das letzte Buch der Autorin. Ich glaube Mr. Daniels wird nicht mehr so lange auf mich warten müssen.

5/5


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Freitag, 13. Januar 2017

Weggesuchtet | Die Nacht der Lilie von Sandra Regnier

Es ging einfach nicht anders! Direkt nach Beendigen des ersten Teils musste ich das Finale der Lilien-Reihe von Sandra Regnier hinterherschieben. Viel zu sehr fesselte mich Julias Geschichte, in der das Mädchen aus der Gegenwart ins Frankreich des Sonnenkönigs fällt.
Vor 1,5 Jahren fiel Julia aus der Zeit. Seit dem hat sie sich bestmöglich am Versailler Hof des 17. Jahrhunderts eingelebt. Allerdings plagt Julia das Heimweh und auch ihr erster Freund Alexandre macht ihr das Leben nicht leicht. Bloß gut, dass Julia immer noch ihren Mentor Etienne hat, dessen starke Schulter stets für sie da ist. Doch die Intrigen am Hofe nehmen ungeahnte Ausmaße an und Julia muss um ihr Leben fürchten.

Ich weiß gar nicht, wo ich bei meinen Lobeshymnen anfangen soll. Ich liebe die Reihe einfach! Im ersten Teil sah ich ein paar Schwächen, von denen waren im großen Finale allerdings kaum noch welche übrig.

Mir gefiel der kleine Zeitsprung. Julia ist mittlerweile 18, was auch besser zu ihrem reiferen Charakter passte. Zwischenzeitlich hat sie ein paar Sprüche verlauten lassen, die wahnsinnig unterhaltsam waren. Was habe ich stellenweise gelacht.

Sandra Regnier hat mit ihrem flüßigen und bildhaften Schreibstil es wieder geschafft mich Versailles sehr nahe zu bringen. Interessant fand ich dabei auch den Anhang zum Roman, in dem sie einen Abriss zu den wahren Begebenheiten und Entwicklungen der Nebenfiguren gab. Fast wie ein erweiterter Epilog. Mir gefiel einfach die Gradwandlung, welche die Autorin zwischen Fiktion und Geschichte hinlegte. Das war ganz große Kunst.

Die Handlung ließ dieses Mal nichts zu wünschen übrig. Es war einfach immer etwas los auf den 300 Seiten. Ein Ereignis jagte das nächste und hielt die Spannung hoch. Ich wollte meinen Kindle nicht mehr zur Seite legen. Umso trauriger bin ich, dass es nun schon vorbei ist.

Die Liebesgeschichte! Ach war das schön und ich hatte es mir schon im ersten Teil herbeigesehnt. So lange wie darauf hingearbeitet wurde, war ich allerdings ein wenig gefrustet, als die entscheidende Szene auf einmal ausgeblendet wurde. Ja, es ist ein Jugendbuch, aber ein bisschen Fummeln wäre doch dringewesen, oder? ;)

Doch ich bin froh, dass Julia ihr Happy End bekam. Die Auflösung um die Zeitreise fand ich geschickt. Kam mir allerdings ein wenig bekannt vor, weil ich gerade erst "La Vita Seconda" von Charlotte Zeiler las.
Zwar blieben ein paar Fragen und Ungereimtheiten offen, aber Julias Schulausflug nach Paris mit allem was dort passierte, war ein toller Abschluss auch wenn er für mein Empfinden etwas ausschweifender hätte sein können.

Nichts desto Trotz, die Lilien-Reihe ist für mich schon ein kleines Jahreshighlight und war sicher nicht die letzte Geschichte aus Sandra Regniers Feder auf meinem Kindle.

5/5

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Entdeckt | Die Stunde der Lilie von Sandra Regnier

An Weihnachten war "Die Stunde der Lilie" der erste Teil eine Zeitreise-Dilogie im Kindle-Deal. Als ich den Klappentext las, war ich sofort Feuer und Flamme und ein wenig erstaunt, dass ich nicht schon zuvor auf das über 2 Jahre alte Buch der deutschen Autorin aufmerksam geworden bin. Für mich war es ein richtiger Volltreffer, der am Ende allerdings ein paar Schwächen und Ungereimtheiten offenbarte.

Die 16-jährige Julia hat bei einem Ausritt eine unliebsame Begegnung mit einem Wildschwein. Ihr Pferd geht durch und Julia ahnt das schlimmste, womit sie nicht gerechnet hätte, ist ein Sprung aus der Eifel der Gegenwart in die Wälder Frankreichs des 17. Jahrhunderts. Ausgerechnet dem Sonnenkönig persönlich reitet Julia in die Arme. Dieser lässt sich von ihrer modernen Kleidung nicht beirren und ernennt sie zu seinem Mündel. Julia bekommt mit dem Grafen von Montsauvan einen attraktiven Lehrer an die Seite gestellt mit dem sie den höfischen Alltag in Versaille überleben soll.

Sandra Regniers Schreibstil hat es mit Leichtigkeit geschafft mich gefangen zu nehmen. Ich weiß nicht von welchem Buch ich zuletzt so gefesselt wurde. Ich muss dazu sagen, dass ich Zeitreisegeschichten einfach liebe und die Zeit und Lebensweise am Hofe Ludwigs des XIV wahnsinnig faszinierend finde. Die Autorin hat da bei mir offene Türen eingerannt.

Man merkt dem Roman die ausschweifende Recherche an, was mir sehr gut gefiel. Die vielen Details sind einfach interessant und machen die Geschichte lebhafter und unterhaltsam. Dabei glänzt das Ebook nicht durch eine raffinierte und spannungsgeladene Rahmenhandlung, sondern besticht durch Julias Zurechtfinden in der neuen Situation als Zeitreisende. Wie dies tatsächlich möglich wurde wird nicht erläutert.

Ich mochte die Protagonistin sehr, finde es allerdings erstaunlich, dass sie als Realschülerin so ein ausgeprägtes Geschichtswissen hat. Mit dem Französischen hatte sie zunächst ihre Probleme. Ich denke, es ist als Leserin von Vorteil, wenn man Französisch in der Schule gelernt hatte. Wenn man der Sprache nicht ansatzweise mächtig ist, könnten die ganzen französischen Namen und Bezeichnungen den Lesefluss arg stören.
Ich habe die Nebencharaktere auch sehr ins Herz geschlossen. Sie sind einfach gut gezeichnet wurden und verleihen dem Buch das gewisse Etwas.
Die kleine Lovestory kommt erst sehr spät in der Handlung vor. Diese verwirrte mich, kannte ich schließlich schon den Klappentext zum zweiten Teil und fragte mich, wie die Autorin dies hinbiegen wollte. Ich muss auch sagen, dass ich mit Julias Loveinterest nicht ganz glücklich bin, da ich auf ein anderes Pferd gesetzt hatte.

Was mich außerdem nicht komplett überzeugte, war der Handlungsstrang mit der Verschwörung. Diese beruht auf wahren Begebenheiten und ich kann mir vorstellen, dass das Unterbringen dieser nicht einfach war. Die Handlungen der Protagonisten erschien mir dort etwas unbeholfen und ich blickte teilweise nicht mehr durch. Was auch an den vielen unterschiedlichen Namen lag, die auf einmal aufgeworfen worden sind, obwohl sie zuvor keine große Rolle spielten.

Das Ende des ersten Teils kam mir zu abrupt. Es fühlte sich auch nicht wie ein befriedigendes Ende an. Zum Glück konnte ich mir direkt das Ebook der Fortsetzung kaufen, um direkt zu erfahren wie es weitergeht.

"Die Stunde der Lilie" von Sandra Regnier hat mich überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass mich Julia und ihre Zeitreise zum Hof des Sonnenkönigs so gut unterhalten würden. Ich liebe das Setting und die Figuren. Im ersten Teil lässt sich noch nicht sagen, wohin die Reise gehen wird, zum Glück kann ich in "Die Nacht der Lilie" direkt weitersuchten.
4/5

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Dienstag, 10. Januar 2017

Der Buchreihen-TAG | Follow your series

Die liebe Pingrid ;) von PingwingTV hat mich mal wieder getaggt. Schaut doch auch mal auf ihrem Youtube Kanal bzw. ihrem Video zum Buchreihen-TAG vorbei.

Ich spare mir heute einmal die lange Vorrede und starte direkt mit den Fragen des TAGs:

1.Welche Reihe war die Erste, die du gelesen hast?

So richtig zum Lesen und Entgegenfiebern von Büchern hat mich die Plötzlich Prinzessin Reihe von Meg Cabot gebracht. Als ich neun oder zehn war, erschien der erste Teil der Jugendbuchreihe in Deutschland und ich war direkt verzaubert von Mia, dem New Yorker Teenager. Sie erfährt, dass sie die Erbin eines kleinen europäischen Fürstentums ist. Meine Liebe zu den Büchern wuchs in 10 Bänden ins unermessliche. In all den Jahren musste ich allerdings auch einige Design-Wechsel mitmachen...

2. Welche ist deine längste Reihe?

Da brauche ich nicht lange überlegen, sondern einfach nur nach links zu meinem Regalbrett schauen, in dem über 20 Bücher der Black Dagger Reihe stehen. Bei Quinns und Blays Geschichte habe ich gerade gestoppt und noch nicht die Motivation gefunden weiterzulesen. Die Serie von J.R.Ward entpuppt sich ja als richtige Vampir-Soapopera in Endlosschleife.
Ich hätte fast im Panoramamodus fotografieren müssen...

3. Welche Reihe sollte nie enden?

Hm, schwierige Frage, manchmal ist es ganz gut ein rundes Ende zu haben und nicht alles unnötig in die Länge zu ziehen (siehe oben). 
Doch um die Frage zu beantworten, würde ich die Lilien-Reihe von Sandra Regnier nennen. Aktuell verschlinge ich den ersten Teil der Dilogie und liebe ihnen! Schade, dass es bald vorbei sein wird. :(



4. Auf welche Reihenfortsetzung freust du dich am meisten?

Im Januar freue ich mich schon wahnsinnig auf den dritten Teil der Green Mountain Reihe von Marie Force. "Mein Herz gehört dir" ist schon vorbestellt und sollte Ende des Monats bei mir eintrudeln. Außerdem freue ich mich auch auf "Trust again" von Mona Kasten. Der zweite Teil der Reihe sollte am Ende der Woche bei mir eintreffen.

5. Von welcher Reihe lässt du die Finger?

Das ist eine schwierige Frage. Ich schaue eben immer schon im Vorfeld, ob ein Reihe etwas für mich sein könnte und ob sie zu einem von mir bevorzugten Genre gehört. Aber um ein Beispiel zu nennen, muss ich die Engelsreihe von Lauren Kate nennen. Von ihr habe ich den ersten Teil gelesen und mich total über dieses Buch aufgeregt. Klar, dass ich meine Lesezeit nicht weiter darin verschwenden möchte.

6. Welche Reihe ist dir im Gedächtnis geblieben?

Ganz viele natürlich! Aber positiv hervorheben möchte ich die Vampire Academy Reihe von Richelle Mead. 

Oder die Indien-Tiger-Fluch-Serie von Colleen Houck, oder die Splitterherztrilogie von Bettina Belitz, oder die Rubinrot-Trilogie von Kerstin Gier, oder der Geheime Zirkel von Libba Bray, oder, oder, oder...Das könnte jetzt noch ewig so weitergehen...



7. Welche Reihe hättest du am liebsten nie begonnen?

Da brauche ich leider auch nicht allzu lange überlegen. Das wäre wohl die Midnight Breed Reihe von Lara Adrian. Die ersten Bände waren noch sehr unterhaltsam. Da die heißen Vampirkrieger noch neu und unverbraucht waren. Doch die Autorin ist ein klassischer Fall von "hätte lieber vor x Bänden aufgehört". Sie schafft es einfach das gleiche Schema in jedem Buch unterzubringen und es nervt einfach nur noch. Eine Schande, dass ich so lange gebraucht habe, bevor ich die Nase voll hatte...


8. Welche Reihe möchtest du als nächstes beginnen?

Das ist auch nicht schwer, denn es ist die Hexenreihe von Jessica Spotswood. Sie liegt bereits komplett auf meinem SuB und hofft ganz bald von mir gelesen zu werden. Nach all den positiven Kritiken habe ich auch richtig Lust darauf!
 


Montag, 9. Januar 2017

3 von 5 für "Crazy, Sexy, Love" von Kylie Scott

Lydias großer Tag ist gekommen. Doch anstatt zum Traualtar zu schreiten, flüchtet die Braut und landet in der Badewanne eines Wildfremden. Lydias Zukünftiger betrog sie mit seinem Trauzeugen. Höchste Zeit für ein Abenteuer, das Lydias Ego wieder aufbügeln soll und wer wäre da perfekter geeignet als Badewannenbesitzer Vaughan?

Der Klappentext hatte mich direkt neugierig auf das neue Buch von Kylie Scott gemacht. Die Beschreibung klang für mich, wie der perfekte Einstieg in eine romantische Komödie à la Hollywood. "Crazy, Sexy, Love" ist der Einstieg in eine Reihe mit unterschiedlichen Protagonisten und ein Spin-Off der Rockstars-Serie. Da dies meine erste Geschichte der Autorin war, wusste ich nicht worauf ich mich einlassen würde. Im Nachhinein habe ich länger für dieses Ebook gebraucht, als gedacht.

Dabei gefiel mir der Einstieg richtig gut. Lydia ist einfach mal eine erfrischend andere Protagonistin. Sie hadert mit ihrer Figur, ist allerdings nicht auf den Mund gefallen und konnte mich auch mit ihren sarkastischen Gedankengängen gut unterhalten. Mit Vaughan erhält sie einen Loveinterest, der mit seiner aktuellen Situation hadert. Seine Band hat sich aufgelöst und er muss von Geldsorgen geplagt sein Haus verkaufen. Lydia oder sich zu verlieben passen gerade nicht in seine Zukunftspläne. Doch natürlich muss es ein wenig anders kommen.

Ich bin mit Vaughan nicht warm geworden. Zum einen war er mir viel zu sehr Hippster. Das Buch wimmelt nur so von Undercuts, Manbuns, Vollbärten und Tätowierungen. Was in dieser Kombi nicht unbedingt meinem Lieblingsmännerbild entspricht. 
Doch schlimmer war sein Verhalten Lydia gegenüber. Gerade zum Ende hin stößt er sie mit aller Kraft von sich, um dann ein paar Tage später eine 180 Grad-Wende hinzulegen. Bei mir wäre er da untendurch gewesen.

Nach dem gelungenen Einstieg stagniert die Handlung total. Lydia beginnt in der Bar von Vaughans Schwester zu arbeiten. Deren Männerprobleme ich übrigens viel spannender fand. Allein zwischen Bar und Vaughans Haus spielt sich die Handlung ab, welche aus Streiterein und Bettsport bestand. Das hat mich leider überhaupt nicht fesseln können, sodass ich gegen Ende nur noch querlas, was sehr untypisch für mich ist.

Das Ende war sehr abrupt und auch die Kürzer der erzählten Zeit macht die Handlung nicht gerade glaubwürdig.
"Crazy, Sexy, Love" hatte das Potenzial eine sehr unterhaltsame, romantische Lovestory werden zu können, aber manchmal sind ein witziger Stil und eine tolle Idee einfach nicht genug.

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Samstag, 7. Januar 2017

Galaktisch | Mondprinzessin von Ava Reed

Für Weihnachten hatte ich mir 4 Titel aus dem Drachenmondverlag ausgesucht und dort bestellt. Die Auswahl war nicht ganz einfach, dafür musste ich einige Leseproben sichten. Als ich die Widmung der Mondprinzessin von Ava Reed las, das Buch sei für alle Waschbären dieser Welt, brauchte ich gar nicht weiterlesen. Das Buch war gekauft.
Ich liebe Waschbären! Als ich einmal mit meinem Hund spazieren war, habe ich über mir in den Bäumen eine Waschbärenfamilie mit zwei Jungtieren gesehen. Ich bin dahingeschmolzen. Aber nun zum Buch...

 Waisenmädchen Lynn entdeckt an ihrem 17.Geburtstag eigenartiges. Ihr Arm schmerzt und leuchtet auf unnatürliche Weise. Als sich auf ihrer Haut ein Sternenbild abzuzeichnen beginnt, wird sie von fremden Männern angegriffen. Doch ihre Rettung, Juri, naht und nimmt sie schließlich mit sich auf den Mond, denn Lynn ist die verschollene Mondprinzessin.

Ich verfolge den Blog der Autorin schon ein Weilchen, habe allerdings noch keines ihrer Bücher gelesen. Als ich die wunderschöne Erscheinung der Mondprinzessin sah, wusste ich, dies würde nur eine Frage der Zeit sein.

Der Erzählstil war eine angenehme Überraschung. Die Geschichte ist in ruhigen und stimmigen Tönen erzählt. Gleichzeitig ist gerade der Beginn in die Geschichte rasant und spannend. Wir erfahren viel über Lynns traurige Lebensumstände. Mir war sie direkt sympathisch und ich litt mit ihr. Gleichzeitig beneidete ich sie um ihren Schutzgeist, den Waschbären. Die Idee fand ich wunderbar. 
Ebenso gut gefiel mir das Setting auf dem Mond mit seinen Fassaden aus Mondstein. Dies vermittelte eine sehr kühle und andersartige Atmosphäre.

Lynn lernt dort zum ersten Mal ihre Eltern kennen. Ihre Beziehung zu ihnen blieb mir etwas knapp. Ich fand auch, dass die Rahmenhandlung mit der Prinzenschau und der Konflikt um Lynns Gegner etwas zu kurz kommt und hastig erzählt wurde. Die Geschichte hat leider nur 250 Seiten. Ich hätte mir gewünscht, dass sich hier mehr Zeit und Raum genommen wurde, um die Punkte ein wenig runder zu gestalten.

Juri ist Lynns Leibwächter. Zwischen beiden besteht allerdings eine enge Bindung, ohne dass es zwischen ihnen sofort zum Äußersten kommt. Ava Reed nahm sich hier die Zeit, die Liebesgeschichte der beiden auf sanfte und zurückhaltende Art zu schildern. Das fand ich wirklich schön und hat mich gerade zum Schluss abgeholt und auf der letzten Seite komplett mitgenommen.

Ich war mir unschlüssig, wie ich das Buch bewerten würde. Das Ende hat es dann für mich zu etwas Besonderem gemacht, was einfach nur 5 Sterne bekommen kann. Wäre das Buch anders ausgegangen, hätte es mich nicht so sehr überzeugt.

Ava Reeds "Mondprinzessin" ist von außen und innen ganz einfach wunderschön. Die Geschichte hat mich mitgerissen, unterhalten und inspiriert. Ich bin schon sehr auf das kleine Spin-off "Mondprinz" gespannt.

5/5

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Im Briefkasten | Neuzugänge und mysteriöse Briefpost

Ich spiele schon ein Weilchen mit dem Gedanken meine Neuzugänge hier vorzustellen, weil ich dieses Format bei anderen immer wahnsinnig spannend finde. Da mich heute mysteriöse Post erreichte, war der perfekte Zeitpunkt gekommen, damit anzugfangen.
 Also kommen wir direkt zu dem Umschlag mit Wachssiegel welchen ich heute aus dem Briefkasten fischte. Wie toll ist das denn? Die liebe Felicitas Brandt hat mir meinen ersten Brief mit Siegel geschickt, auch wenn er nicht von Hogwarts ist, habe ich mich trotzdem sehr über die kleine Wachseule und den Inhalt des Umschlags gefreut.
Von Felicitas ist im Impress Verlag ihr neues Jugendbuch erschienen, in dem Waisenmädchen Hope beim Bücherstehlen ertappt wird und kurzerhand mit Sam in eine Welt hineingezogen wird, die Bücherwelten zum Leben erweckt. Der Traum eines jeden Buchnerds, oder? #alsdieBücherflüsternlernten
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Außerdem erreichte mich heute noch eine weitere frische Neuerscheinung, nämlich "Das Haus in der Nebelgasse" von Susanne Goga.
Der Klappentext des historischen Romans hatte meine Neugier sofort geweckt. London 1900, Lehrerin Mathilda erhält eine merkwürdige Postkarte von ihrer Lieblingsschülerin Laura. Diese kam nach den Ferien nicht zurück an ihre Schule. Absolut untypisch für das ergeizige Mädchen. So macht sich Mathilda kurzerhand auf die Suche nach ihr und bekommt dabei Unterstützung von Historiker Stephen.
 Ein weiterer historischer Roman, der mich vor Kurzem erreichte, ist eine Adaption von Stolz und Vorurteil "Im Hause Longbourn" von Jo Baker. Ich liebe den Jane Austen Roman und bin gespannt, wie die Geschichte aus Sicht der Dienstboten im Hause Longbourn erzählt wird.


Bei meinen Neuzugängen dürfen natürlich auch nicht meine noch ungelesenen Weihnachtsgeschenke fehlen. In die Drachenmondrige würde sich eigentlich auch noch "Mondprinzessin" von Ava Reed einreihen, doch das ist gerade ausgelesen und wartet noch aufs Rezensiert werden. 
Ich weiß gar nicht welchen der Titel ich zuerst lesen soll. Hat jemand einen Tipp? ;)