Montag, 5. Dezember 2016

Höhepunktslos | Losing it von Cora Carmack

Bliss Edwards ist 22 und möchte vor ihrem Collegeabschluss noch eine Sache ganz dringend erledigen: Zum ersten Mal flachgelegt werden. Wenn es nach ihrer Freundin ging, ist nichts leichter als das und so wird Bliss in eine Bar geschleppt, um sich einen One Night Stand zu angeln. Als sie tatsächlich auf den scharfen Engländer Garrik trifft, kommt es kurzerhand, (fast) wie es kommen muss. Am nächsten Tag fallen Bliss fast die Augen aus dem Kopf als Garrik, ihr neuer Dozent, den Hörsaal betritt.
Ich hatte mich auf "Losing it" von Coram Carmack gefreut, hatte ich davon doch nur gutes gehört. Wie der Untertitel es allerdings schon andeutet, war "alles nicht so einfach". 
Ich lese ab und an sehr gerne einen New Adult Roman. Eine Schüler-Lehrer-Beziehung war bisher noch nicht dabei. ("Verliebt in Mr. Daniels" wartet noch in meinem Regal auf mich.) Auch hier sollte ich keine derartige Geschichte vorfinden. Der Klappentext verrät bereits das erste Drittel der Handlung, was bei keinen 300 Seiten auch nicht so schwer zu sein scheint. Danach nimmt die Handlung leider rapide ab. Der erzählerische Höhepunkt wird also schon im Klappentext vorweg genommen. 
Cora Carmack schaffte danach leider nicht eine gewisse Dramatik aufrecht zu erhalten. Das große Tabu einer Studentin, die etwas mit ihrem Dozenten anfängt, umschifft sie gekonnt. Denn eigentlich passiert nichts zwischen beiden. Den geplanten One Night Stand quasselt Bliss mit ihrer leicht tollpatschigen Art davon. Was danach zwischen Bliss und Garrick passiert ist harmloser als eine Teenieromanze.
Beide laufen zu keiner Zeit Gefahr ertappt zu werden. Bliss beste Freunde finden es zwar heraus, aber eigentlich interessiert es niemanden. Der Handlung hätten ein paar Probleme und missliche Wendungen allerdings sehr gut getan. So wurde ich nicht gerade gut unterhalten. 

Bliss war eine Protagonistin, wie sie auch in 1000 anderen Geschichten geschrieben steht. Schüchtern, tollpatschig, jungfräulich, doch eigentlich total heiß und nicht nur ein Kerl steht total auf sie. Kann man sich nicht mal was neues einfallen lassen? Ich schwankte, ob ich sie nun mögen oder total nervig finden sollte.

Garrick blieb recht blass. Außer seinem heißen Aussehen und dem britischen Akzent hatte er nicht viel mehr zu bieten. Ich wäre nicht so auf ihn geflogen und finde, dass er teilweise auch wirklich uncool reagiert hatte. So verstehe ich bis heute nicht, warum es bei beiden nach dem Streit zum Bruch kam.

Cora Carmack hat aus einer guten Idee leider nicht allzu viel herausholen können. Ein paar Aspekte an der Geschichte gefielen mir dann doch noch recht gut. Beispielsweise die Adoption der Katze, das war doch mal konsequent. Auch die Rahmenhandlung mit dem Theaterstück war mal etwas anderes, auch wenn mir hier immer noch besagter Höhepunkt fehlte. Der Epilog, aus Garricks Sicht war gut gemacht und schloss "Losing it" rund ab, auch wenn er für mich nicht mehr die Kohlen aus dem Feuer holen konnte.

Von "Losing it" hatte ich mir einfach mehr versprochen. Cora Carmack hat es in meinen Augen nicht geschafft die nötigen Gefühle und dramatischen Wendungen in ihre Geschichte einzubauen, um ein spannenderes Leseerlebnis zu erschaffen.

3/5

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Sonntag, 4. Dezember 2016

Buchshoppen auf Arvelle.de

Vor ein paar Wochen suchte Lovelybooks BloggerInnen, die ihre Erfahrungen mit dem Mängelexemplarsbuchhändler Arvelle teilen wollten. Dafür gab es einen 20Euro Gutschein zum Austoben im Shop. Welche drei Bücher ich mir ergatterte und wie meine Erfahrungen mit Arvelle sind, lest ihr hier. Außerdem zeige ich euch, welche Bücher zum Arvelle-Schnäppchenpreis aus vorherigen Bestellungen noch auf meinem SuB liegen. Los geht's!

Dienstag, 29. November 2016

Teil 2 | Kein Tag ohne dich von Marie Force

Selten bestelle ich mir Bücher vor, weil ich deren Erscheinen kaum abwarten kann. Doch der 2. Band der Lost in Love Green Mountain Reihe war eines dieser Bücher, die ich nicht abwarten konnte und bei denen ich traurig werde, wenn das Lesevergnügen so schnell wieder vorbei ist. Zum Glück ist das Warten auf den nächsten Teil nicht so lang, im Januar ist es schon so weit. Doch widmen wir uns erstmal Band 2.

 
Hannah Guthrie Abbott verlor vor 7 Jahren ihren geliebten Ehemann während eines Auslandseinsatzes. Soldat Caleb war bei allen beliebt, bei Hannahs Großfamilie und seinen auserwählten Freunden. Nach all den Jahren fällt Hannah ein Leben ohne Caleb immer noch schwer. Doch langsam drängt sich ein neuer Mann in ihr Leben. Ausgerechnet Nolan, einer von Calebs besten Freunden und der netteste Kerl in ganz Vermont...

Bereits im ersten Teil um Cameron und Will konnten wir die Älteste der 10 Abbott-Geschwister kennenlernen. Hannahs Schicksal berührte mich schon damals sehr. Auf ihre Geschichte mit dem herzensguten Automechaniker Nolan war ich sehr gespannt.

Das Buch braucht nicht viel Vorgeplänkel, sehr schnell war ich wieder in der fiktiven Kleinstadt Butler gefangen. Nachdem Hannahs Auto nicht starten wollte, eilt Nolan ihr zur Rettung, endlich gibt sie ihm eine Chance und beide verabreden sich zum Essen und die Dinge nehmen, etwas anders als gedacht ihren Lauf.
Bereits sehr früh in der Handlung wurde es sehr emotional, wer bei Calebs Hund Homer keine Träne vergisst, ich weiß ja nicht... Das hat mich sehr berührt und mitgenommen. Doch gleichzeitig ist die Handlung nicht zu niederschmetternd. Sie ist leicht, romantisch, humorvoll und wunderschön, doch mit ernsten Zwischentönen an den richtigen Stellen.

Ich habe mitgelitten und mitgefiebert. Die Charaktere lassen dies zu. Marie Force schafft es einfach jedes Mitglied der Großfamilie Abbott und die Bewohner Butlers so lebendig erscheinen zu lassen, dass das Lesen einfach nur Spaß macht und zu einem plastischen Erlebnis wird. 

Ich muss gestehen, mir gefällt diese Geschichte etwas besser, als Camerons und Wills erster Teil, was wirklich eine mächtige Leistung ist. Ich denke, mir lagen die Protagonisten mehr. Der ruhigen Hannah dabei zuzusehen, wie sie aus ihrem Schneckenhaus kommt, war so schön. Gleichzeitig war es eine Freude einen männlichen Helden zu haben, der nicht in eine Badboy-Schiene gedrückt wird. Nein, Nolan ist ein anständiger und herzensguter Kerl, ohne dabei langweilig oder eintönig zu sein. Zwischen beiden sprühen recht bald ordentlich die Funken. Ich könnte noch ewig weiterschwärmen.

Ich habe seit langem mal wieder nichts an einem Buch auszusetzen! Was für eine Erleichterung! Ich kann mir aber vorstellen, dass einigen zu wenig im Handlungsverlauf geschieht. Ich hatte gegen Ende auch noch ein wenig mehr Drama erwartet, fand das Ausbleiben dessen, aber nicht tragisch. Es sind noch Fragen offen geblieben, die hoffentlich in den Folgebänden aufgegriffen werden. Tatsächlich gab es im Buch ein paar Szenen, die bei den Geschwistern spielten. So werde ich auch immer gespannter auf Hunters Story, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie Megan noch die Kurve kriegen soll. 

Ich will noch ein paar Worte zum Cover und Titel verlieren. Ich finde die Gestaltung der Buchreihe wirklich schön, doch wenn der schmächtige Kerl auf der Vorderseite, dem jeden Moment die Hose runterrutscht tatsächlich Nolan sein sollte, ist das weit am Thema vorbei! Ich finde die Buchtitel der Reihe relativ sperrig und nichtssagend. Man hätte auch die englischen Titel übernehmen können, da sie bekannte Beatles Lyrics sind, wäre dies eingängiger gewesen und perfekt zur Geschichte passend.

"Kein Tag ohne dich" oder "I wanna hold your hand" (mein Ohrwurm während der ganzen Lesestunden) ist der perfekte zweite Teil der wundervollen Green Mountain-Serie von Marie Force. Nach dem witzigen Epilog in dem Grandpa Elmer zusammen mit seinem Schwiegersohn die nächste Verkuppelung seines Enkels auf einer Erotikmesse plant, kann ich den Januar kaum abwarten, wenn es mit Colton und Lucy weitergeht. 

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Montag, 28. November 2016

3 von 5 für "Seelenhauch" von Annie J. Dean

Der Carlsen Verlag hat vor wenigen Wochen seinen neuen Imprint-Verlag "Dark Diamonds" gelaunched. Dark Diamonds soll für etwas erwachsenere Fantasy stehen und ist bisher nur auf dem Ebook-Markt vertreten. Die Neuerscheinungen des Verlags klangen für mich sehr ansprechend. Hier entstehen Liebesgeschichten unter fantastischen Voraussetzungen. "Seelenhauch" von Annie J. Dean sprach mich dabei besonders an.
Helen ist 20 und eine Krankenschwester in Berlin, eigentlich glaubt sie nicht an Geister. Als sie zusammen mit ihren Mitbewohnerinnen in der WG-Küche ein Gläserrücken praktiziert, fallen alle Beteiligten ein wenig von ihrem Glauben ab. In der WG geschieht Eigenartiges, doch vorallem Helen wird von Geist Kilian heimgesucht. Dieser schickt sie zu Elias, einem tätowierten Jungdesigner mit dem sie Kilians Familiengeheimnis auf den Grund gehen soll. Dabei beginnen die Grenzen zwischen heute und gestern zu verschwimmen.

Mir fällt es nicht ganz leicht, "Seelenhauch" zu bewerten. Mir gefällt die Idee dahinter wahnsinnig gut. Es geht um Familiengeheimnisse und Tragödien, die sich im Berlin bzw. Potsdam des beginnenden 20. Jahrhunderts zugetragen haben. Helen und Elias müssen diesen auf den Grund gehen, damit der spukende Geist Kilian endlich seine Erlösung findet.

Als ich den Prolog las, war ich schon Feuer und Flamme. Annie J. Dean hat es dort geschafft so viel Atmosphäre Schmerz und Trauer in diese Zeilen zu bringen, dass ich für den Rest des Buches Großes erwartet hatte. Leider schaffte sie es nicht ihren Stil auf diesem Niveau zu halten. Das Setting beschrieb sie zwar so, dass ich mir alles genauestens vorstellen konnte. Helens Wohnung, das Herrenhaus und die Begegnungen in der Stadt. Doch war es an vielen Stellen sehr bemüht und überladen. Ich muss nicht jedem Objekt mindestens zwei Adjektive voranstellen, um es möglichst plastisch zu gestalten. Leider verlor ich so beim Lesen oft die Lust daran.

Helen und Elias waren gut gezeichnet, stellenweise vielleicht ein wenig blass. Allerdings war ihr größtes Problem, dass sie in den Dialogen schnell zu einer Person verschmolzen sind. Die Autorin konnte ihnen in ihrem Gesagten keinen eigenen Charakter einhauchen. Die Worte der beiden waren oft gestelzt und es klang, als würde gerade Elias selbst aus der Vergangenheit gekommen sein. Das klang zwar sehr ansprechend, hat aber nicht authentisch zu den modernen Charakteren gepasst. 

Eine weitere Schwäche waren die vielen Längen der Handlung und deren Vorhersehbarkeit. Erst spät beginnt die Geschichte an Fahrt aufzunehmen. Ich fand die Idee mit den Rückblicken in die Vergangenheit toll, als sie endlich eintrat und wir die ersten Geschichten aus der Vergangenheit um Kilian und Katharina erfuhren. Helen versucht zusammen mit Elias herauszufinden, was mit den beiden geschah. Das war ziemlich langatmig, da kaum neue Erkenntnisse hinzukamen. Am Ende bekommen sie alles hautnah gezeigt, und das fand ich sehr vorhersehbar und spannungsarm. Mir fehlte der große Überraschungsmoment. Schließlich war die Geschichte schneller vorbei als die umfassende Einleitung vermuten ließ. Das fand ich schade und wurde der guten Idee nicht unbedingt gerecht.

Wenn ich andere vom Dark Diamonds Verlag und dessen neuem Konzept reden hörte, fielen oft die Worte "New Adult" und "Erotik". Seelenhauch lässt dies vermissen. Dies fand ich nicht unbedingt tragisch. DIe Geschichte hätte dies nicht gebraucht, allerdings sollte man dahingehend die Erwartungen zurücknehmen. Ich weiß nicht, wie die anderen Titel des Verlages dahingehend ausgelegt sind. "Seelenhauch" ist dann doch sehr keusch. Obwohl ich mir mehr Knistern und Chemie zwischen Elias und Helen gewünscht hätte. Diese durften es zumindest, während ich bis heute nicht verstehe, warum Kilian und Katharina so auf ihrer Liebe bestanden, man erfährt nämlich so ganz nebenbei dass sie Halbgeschwister sind, kümmert tut dies allerdings kaum jemanden, von den Eltern einmal abgesehen...

Leider hatte ich mir von "Seelenhauch" mehr versprochen. Die Autorin schafft es stellenweise mit ihrem bildhaften Schreibstil tolle Szenen zu erschaffen, lässt dafür bei den Charakteren und dem Erzähltempo einiges vermissen. Die Idee ist sehr interessant, leider wird die Geschichte ihr nicht ganz gerecht. 

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Samstag, 26. November 2016

Zooplus Superbox für Hunde Weihnachten 2016 ausgepackt

Da ich im letzten Jahr zu spät dran war, griff ich gleich nach Erhalt des Newsletterangebots zu und sicherte meinem Jack Russell Terrier Theo die weihnachtliche Superbox von Zooplus. Sie kostet 14,99Euro und enthält 11 Produkte. Sie ist zum gleichen Preis, aber mit mehr Produkten, auch für Katzen erhältlich. Da Molly allerdings sehr wählerisch sein kann, verzichte ich für sie darauf. Wie auch schon bei den letzten Malen möchte ich die Box wieder auf meinem Blog entpacken, also los gehts!



Lukullus | Wildkaninchen und Truthahn
Ich schätze die Nassnahrung von Lukullus sehr. Mir gefällt das Produktdesign sehr und auch die Inhaltsstoff sind hochwertig und überzeugen mich dank 66% Fleischanteil und gesunden Zusätzen. Tatsächlich kennt Theo dieses Futter bereits, da ich es in einer meiner Bestellung auf Zooplus geordert hatte. Mir gefiel das Futter im Vergleich zu den anderen Sorten der Marke nicht so gut, da es sehr fest gepresst war und nicht von gewohnt fluffiger Konsistenz. Meinem Hund hat es trotzdem geschmeckt, daher ist dieser Punkt für ihn ziemlich unwichtig.


Hills | Adult Advanced Fitness Chicken
Von Hills hatten wir noch kein Produkt ausprobiert, daher fand ich dieses Futter schon einmal spannend. Mich irritiert die Dosengröße, fällt sie mit 360g doch kleiner aus. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe sagt mir, dass das Futter doch nicht so hochwertig ist, wie es scheinen mag. Mein 10kg schwerer Terrier müsste über 700g davon am Tag bekommen, um seinen Tagesbedarf zu decken. Das ist mir zu viel. Im Vergleich dazu benötigt er von Lukullus nur eine Dose.



Rinti Gold | Mini Wachtel und Geflügel
Diese Produktauswahl finde ich sehr unglücklich und sie enttäuscht mich auch. Ich war gewöhnt, dass in der Box mindestens 3 große Nassfutterdosen enthalten waren. Mit 100g Nassfutter können wohl die wenigsten etwas anfangen. Selbst wenn ich einen Hund aus der Kategorie Minirassen daheim hätte, müsste dieser schon 3 Schalen davon täglich erhalten. Bei Theo liegen wir ca. bei 6 Schalen. Für mich total unpraktisch und produziert mehr Müll als nötig. 
Ansonsten ist Rinti allerdings eine tolle Marke, ich hätte mir nur wenigstens eine 300g Schale gewünscht, mit der mehr HundehalterInnen auch etwas anfangen können.
Auf dem Foto ist überigens das Spielzeuggoodie von Zooplus zu sehen. In diesem Fall eine quietschende Kugel.

Eukanuba | Healthy Biscuits
Ich dachte erst, diese Kekse waren bereits in einer der vergangenen Boxen enthalten, da ich sie schon einmal von Zooplus hatte. Tatsächlich waren die Hundekuchen im letzten Jahr Bestandteil des Zooplus Adventskalenders. Ich bin schon gespannt, welche Produkte in diesem Jahr bei der Aktion dabei sein werden. Doch zurück zu den gesunden Biskuits, denn ich weiß noch, dass sie nicht so gesund sind, wie sie versprachen, bestehen sie doch hauptsächlich aus Weizenmehl. Für Zwischendurch ist dies mal in Ordnung nachkaufen würde ich es nicht.


Pedigree | Dentaflex
Ich war erstaunt, als ich das Zahnpflegeprodukt aus der Box holte, waren die Dentaflex doch schon in der Osterbox enthalten. Also kommt hier der kopierte Text vom März: 
Ich mag das Produkt nicht. Es hat kaum eine Wirkung bei Theos Gebiss gezeigt, es ist für eine einmalige Anwendung recht teuer, es riecht sehr künstlich und es quietscht gänsehauterregend, wenn Theo darauf herumkaut. Selbst kaufen würde ich es nicht.
Theo hat den letzten Dentaflex Knochen auch gar nicht aufgekaut, sondern im Garten verbuddelt...


Barkoo | Mini Bones
Dank einiger Boxen und Produkttests habe ich mehr kleine Leckerlis daheim als ich meinem Hund Tricks beibringen kann. Für mich hätten die kleinen Knochen nicht unbedingt sein müssen. Barkoo ist auch nicht die hochwertigste Marke. Der Fleischanteil der Knochen ist niedrig, außerdem wurden tierische Nebenerzeugnisse und Getreide darin verarbeitet.


Vitakraft | Meatballs
Dieses Produkt finde ich richtig witzig und habe es bisher auch noch gar nicht entdeckt. Es sind kleine Frikadellen für den Hund. Nicht dass dieser soetwas unbedingt bräuchte. Die kleinen Zwischenmahlzeiten sehen allerdings tatsächlich so aus, wie das Pendant für den Menschen. Die Zutatenliste sieht auch gut aus. Ein witziger Snack.



Happy Dog | Canada
Diese 300g Probiertüte von Happy Dog war schon einmal in einer Superbox enthalten. Ich finde es auch ein wenig eintönig, dass in jeder Box ein Trockenfutter der Marke enthalten ist. Hier würde ich mir mehr Vielfalt wünschen! Ansonsten ist gegen das Trockenfutter mit Lachs, Kaninchen, Lamm und Kartoffeln nicht viel zu sagen. Die Qualität spricht hier für sich.


Belcando | Adult GF Poultry
Von dieser hochwertigen Marke waren 1kg des getreidefreien Trockenfutters mit Geflügel enthalten. Mir gefällt die Aufmachung des Produktes sehr gut. Belcando produziert wirklich hochwertige Futtermittel mit ausgewogenen und erlesenen Zutaten.


Purizon | Single Meat Duck with Apple
Dank der Superbox hatten wir die deutsche Marke Purizon und ihr hochwertiges Trockenfutter schon einmal kennenlernen dürfen. Das Futter besitzen einen hochen Fleischanteil und kommt ganz ohne Getreide aus, dafür liefern Obst, Gemüse und Kräuter die nötigen Mineralstoffe. Was mir neben den Zutaten noch so gut gefällt ist die Verpackungsgestaltung. Ein richtiger Hingucker!


Die weihnachtliche Superbox von Zooplus ist wieder prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Produkten für meinen Hund. Zu diesem Preis kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Trotzdem hatte ich doch mehr zu kritisieren als gedacht. Ich wünsche mir mehr Vielfalt und möchte nicht immer die gleichen Produkte und Marken in der Superbox vorfinden. Wenn man wie ich schon länger dabei ist, wird dies schnell langweilig. Auch wegen des Nassfutters ist die Box für mich bisher die schwächste. 
Wer sie trotzdem ergattern möchte, sollte schnell sein. Hier gibt es sie zu kaufen...




Hier findest du weitere Unboxings der Superbox von Zooplus:
Superbox für Katzen Sommer 2015
Superbox für Hunde Sommer 2015
Superbox für Hunde Ostern 2016

Freitag, 25. November 2016

Geschenktipp | Tortenzeit von Tessa Huff

Ich bin zwar keine Meisterbäckerin oder eine Virtuosin am Herd, doch wenn mich die Backlaune überkommt, dann richtig. Ich liebe schokoladige Dinge aus dem Ofen und habe mittlerweile das perfekte Brownierezept für mich erprobt. Ich probiere gerne neue Rezepte aus und habe im Sommer eine ganze Reihe von Torten und Kuchen ohne Backen kreiert. Wie das geht, habe ich aus diesem Buch entnommen.
Da es wieder richtig kalt geworden ist, kann man allerdings den Ofen wieder anschmeißen und so freute ich mich wahnsinnig, als ich das Rezensionsexemplar zur "Tortenzeit - Schicht für Schicht ein Genuss" von Tessa Huff aus dem Briefkasten holte.

Tessa ist eine junge Amerikanerin, die ihre eigene Bäckerei führt und sich die ausgefallensten Tortenrezepte ausdenkt. Die Besten hat sie in ihrem Backbuch verewigt. Dieses ist als hochwertiges Hardcover im Südwest-Verlag erschienen. Bereits beim ersten Durchblättern hat mich das 280 Seiten starke Buch begeistert und erschlagen. Wie sollte ich jemals eine Blutorangen-Thymian-Torte oder Butterscotch-Bourbon-Torte hinbekommen?

Das Buch ist nicht nur für ambitionierte BäckerInnen, sondern auch für EinsteigerInnen, die dies einmal werden wollen, so wie ich.
Tessa Huff erklärt bereits zu Beginn in kleinen Schritten und mit verständlichen Fotos die einzelnen Fragen zu Techniken, Fachtermini und verschiedensten Arbeitsschritten mit den unterschiedlichsten Werkzeugen. Das gab mir gerade vor dem Backen, die nötige Sicherheit, mich an die Rezepte heranzutrauen.
Außerdem werden die wichtigsten Grundrezepte, die sich durch das Buch ziehen gut erklärt. Wie erstelle ich eine Buttercreme oder eine Ganache? Dank Tessa ist das kein Problem.

Was mich an diesem Backbuch so beeindruckte, sind neben den ausgefallenen Rezepte auch die wunderschönen Fotografien der Kreationen, welche direkt Hunger machten und Lust es einmal selbst zu versuchen.
Die Anleitung ist Schritt für Schritt erklärt und mich überraschte, dass ich es auf Anhieb problemlos nachmachen konnte. Das ist ein großes Plus für "Tortenzeit". Es ist verständlich und einfach, wenn man sich an die Schritte hält und die Zutaten parat hat.
Hier sah ich ein paar Herausforderungen. Tessa verwendet für ihre Rezepte Produkte, die ich hier nicht in einem gut sortierten Supermarkt finden konnte. Beispielsweise auf Mandelextrakt und Traubenkernöl musste ich während des Backens verzichten. Mich störte es weniger, da ich mich zugegebenermaßen selten zu 100% ans Rezept halte. So habe ich auch den Zuckeranteil reduziert. Ich gebe ungern ein halbes Kilo Zucker an mein Gebäck...
Ich hätte mir stellenweise auch mehr Tipps zum Umrechnen von Rezepten gewünscht. Teilweise sind die Rezepte für 15-20cm Springformen gedacht. Allerdings möchte ich mir all die Mühe nicht für eine Minitorte machen, die gerade mal einen Nachmittag überlebt, wenn man nur für sich allein bäckt, ist dies natürlich etwas anderes. Hier musste ich nach Gefühl die Mengen erhöhen, um genug für eine große Springform zu haben.
Tessas  Arbeitsschritte sind auf Küchen- bzw. Rührmaschinen ausgelegt. Einige Angaben sagten mir daher nichts, ich habe sie einfach äquivalent auf einen Handrührgerät übertragen und bin nach Gefühl vorgegangen.
Flexibilität ist hier gefordert, man darf nicht immer am Rezept kleben, um zum Ergebnis zu kommen.


So bin ich auch bei meiner eigenen Torte vorgegangen. Die Grundstöcke entnahm ich aus "Tortenzeit", der Rest war dann meinem Geschmack überlassen.

Ich weiß gar nicht, wie ich meine Kreation jetzt nennen soll. Am ehesten erinnert sie mich an einen gefüllten Schokolebkuchen. Das Schokobodenrezept stammt von Tessa und ist wunderbar saftig und fluffig geworden. Hier habe ich ein paar tolle Tipps bekommen. Sie nahm mir auch die Angst mit einem großen Messer auf mein Backwerk loszugehen und es kurzerhand zu halbieren. Mit der richtigen Anleitung war dies fast kinderleicht. In die Mitte kam eine Pflaumenfüllung hinein, die als einziges Manko nicht so fest geworden ist, wie ich mir dies gewünscht hatte.

Als Überzug probierte ich Tessas Schokoladenganache Rezept aus. Beim Auftragen fehlte mir ein wenig die Geduld um es zu perfektionieren. Der Hunger war stärker als das ruhige Händchen. Ich habe die Torten dann auch nur ganz einfach mit schokolierten Pflaumen verziert.
Ich bin schon ziemlich stolz auf meine erste richtige Torte. Dank "Tortenzeit" und Tessa Hoff werden noch einige mehr folgen. Demnächst möchte ich das Schoko-Matcha-Torten-Rezept ausprobieren.
 "Tortenzeit" ist ein wundervoll aufbereitetes Rezeptbuch für ambitionierte BäckerInnen und alle die dies werden wollen. Für mich ein tolles Backbuch in dem es Spaß macht zu stöbern und Ideen zu suchen. Wer noch ein Geschenk für die Feiertage braucht, wird hier außerdem fündig.

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Danke an den Südwest-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Sonntag, 20. November 2016

Fehlgriff | So geht Liebe von Katie Cotugno

Leider stecke ich gerade in einer Negativserie. Dies ist das 4. Buch hintereinander, das nicht gut bei mir abschneidet. Wirklich schade, denn ich hatte mir von der Neuauflage zu "So geht Liebe" von Katie Cotugno mehr versprochen.

Reena liebt Sawyer. Und dass obwohl der Teenager sich nur in Schwierigkeiten bringt. Nach einem ihrer vielen Streits verschwinde Sawyer und kehrt erst nach 2 Jahren wieder in seine Heimatstadt zurück. In der Zwischenzeit ist Reena in einer neuen Beziehung, doch ihre Träume und Zukunftspläne musste sie aufgeben, denn Reena ist vor 2 Jahren schwanger geworden von Sawyer...

Der Roman ist vor ein paar Jahren bereits als Hardcover im Heyne fliegt -Verlag erschienen. Das neue Cover, welches ich ansprechender finde, soll auf dem erfolgreichen New Adult-Zug aufspringen. Wer eine prickelnde Contemporary Romance Geschichte sucht, wird hier wohl nicht fündig werden. Die Protagonisten sind zwar mittlerweile 18 und 20 Jahre alt, doch die Autorin hält sich bei ihren Schilderungen in keusche Zurückhaltung gehüllt. 
Das finde ich nicht weiter dramatisch, denn dem Buch fehlt es auch noch an anderen Stellen.

Mir gefiel der Einstieg in die Handlung wirklich gut. Reena trifft Sawyer in einem Supermarkt ihrer Heimatstadt wieder und weiß nicht, was sie davon halten soll. Er weiß nichts von ihrer Schwangerschaft und seiner 2-jährigen Tochter Hannah. Das ganze Drama und die Enthüllung darum hätten so gut werden können. Doch die Autorin verspielt hier ihr ganzes Potenzial. 
Für mich gingen die Protagonisten und die Handlung den Bach herunter, als Reena nebenbei erwähnt, dass Hannah seine Tochter ist und Sawyer dies nur mit einem Schulterzucken abtut.
Dies war der Startschuss für eine neue unreife Runde in ihrer Beziehung. Reena gibt ohne nachvollziehbaren Grund ihren Freund auf, der ein wirklich guter Kerl war, um sich in noch mehr Dramen mit Sawyer zu stürzen. Beide sind so ungesund füreinander, egoistisch in ihrem Verhalten und absolut unreif und unsympathisch. Die Handlung dreht sich ohne jegliche Höhepunkte immer nur im Kreis. Nach dem Schlusssatz habe ich auch das Gefühl, dass die beiden sich an der nächsten Straßenecke wieder anzicken könnten und das ganze würde von Vorne beginnen.
So geht Liebe ganz bestimmt nicht!

Ich fand den Stil der Autorin eigentlich nicht schlecht. Mich störten nur ihre Zeitsprünge. Die kurzen Kapitel wechseln in ein Vorher und Nachher. Wir erfahren kapitelweise von der Zeit bevor Sawyer verschwand und der Gegenwart. Wenn ich gefühlsmäßig in einer Situation war, wurde ich nach wenigen Seiten wieder herausgerissen. Das störte den Lesefluss sehr.

Weder die Handlung, noch die Charakteren und ihr vernichtender Umgang miteinander konnten mich von "So geht Liebe" überzeugen. Schade, die Autorin hat aus einer vielversprechenden Ausgangssituation nichts Gutes herausholen können.
2/5

Danke an den Heyne-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.